Schleie, Schleie,Schleie

04.09.18 Ich war eine Woche zum Urlaub im Havelland. Aufgrund fehlenden Regens, war mir klar, dass  ich nicht die besten Fänge tätigen werde. Mit im Gepäck eine Barsch und eine Hechtpeitsche. Schon aus vielen vorangegangenen Urlauben war logisch, dass es nicht einfach ist einen Hecht in unbekannten Gewässer zu fangen. Wir waren jeden Tag mit dem Boot draußen, in den verwinkelsten, optisch hechtsichersten Gebieten. Wasserpflanzen, umgkippte Bäume, alles sprach dafür. Ich probierte ein großes Sortiment von Ködern aus. Nicht ein Nachläufer bzw. Anfasser waren zu vermerken. Die Seen, die Havel, Kanäle, alles lag still. Kein Rauben war zu erkennen, kein Friedfisch drehte sich an der Oberfläche. Unser Grundstück befand sich an einem ca. 10 m breiten Stich. Mais-Wurmkombi an den Haken geködert und siehe da, der erste Fisch war eine Schleie mitte dreißig. Insgesamt waren in fünf Tagen 33 Schleien zu vermerken. Einige mittlere Weißfische bissen noch. Schleie war in diesen Tagen Trumpf. Einige bissen so vorsichtig, dass ein Biss nicht zu erkennen war. Oder es war nur ein leichtes Abziehen der Pose zu deuten. Wieder in der Heimat, zog es mich am nächsten Morgen gleich ans Wasser. Und tatsächlich, es war einer dieser Tage, welche es nur ein-zweimal im Jahr gibt. Es War ein Beißtag. Die Hechte drehten am Rad. Nach drei Bissen auf Sicht, gingen mir diese Fische verloren. Ich zweifelte an mir und schimpfte. Die folgenden zwei Exemplare hingen sicher und konnten gelandet werden. Seit langem, konnte ich mal wieder einen Kapitalen landen. Ich muss ehrlich sagen, der Respekt vor solchen Tieren geht nicht verloren. Edliche Anfasser, Nachläufer waren noch zu vermerken. Die Hechte folgten teilweise den Köder über die gesamte Wurfdistanz bis zum Ufer. Stupsten diesen an und drehten ab. Ich berichte hier über zwei Stunden Angelzeit. Leider stand noch ein Termin an, wie immer an solchen Tagen. Ich bin mir sicher, ich hätte noch einige Hechte gezogen. Am nächsten Vormittag, zog ich erneut voller Hoffnung los. Die Sache sah komplett anders aus. Nach einigen Stunden wollte ich die Heimfahrt antreten. Da gab es noch einen Einschlag. Dieser konnte verwirklicht werden. Sonst keine Anfasser oder jegliche Aktivität. So ist das beim Angeln.

16.09.18 Mit Beginn der kühleren Tage ist deutlich anzumerken, dass die Fische fressen wollen. Die Hechte haben gut gebissen. Kleine Döbel gehen gar nicht mehr ans Band. Wenn, dann hat man einen über 50 cm. Sobald jedoch das Thermometer über die 23-25 Grad Marke klettert, geraten die Fische wieder in den Ruhemodus und es wird deutlich schwieriger. Auch die Tage zwischen den Temperaturschwankungen bringen wenig Erfolg. Ein , zwei Tage kühleres, stabiles Wetter bringen immer guten Chancen. Ich bin ja im Schichtdienst tätig und somit kann ich nicht immer eine längere Zeit am Wasser verbringen. Was ich mir in den letzten Wochen angewöhnt habe, ist vor der Schicht einfach mal ne halbe oder ganze Stunde ans Wasser zu fahren. Bis auf einmal, hatte ich immer Erfolg. Es bedarf dafür geringste Mengen an Ausrüsting. Eine Angel, Kescher, zwei Brötchen, Kleinkram, Papiere, mehr ist nicht nötig, Alles passt in einem Beutel oder Rucksack. Die Zeit hat jeder und wenn es schnell mal nach dem Einkauf ist. Und wer sagt, er hat keine Zeit, der sollte sich die Zeit nehmen. Es bringt ja auch was. Übernächste Woche soll es deutlich kühler werden. Wir freuen uns auf die anstehende Räucherzeit.

Fischreicher Herbst, wohl eher nicht !

29.09.18. Nimmt man die aktuelle Wetterlage wahr, geht man davon aus, dass die Fische Tango tanzen müssen. Aus meiner Sicht, ist es wohl eher ein Trauermarsch. Highlights waren für mich eine 50ger Schleie und einige ü 50 Döbel. Obwohl aus meiner Sicht, dass beste Hechtwetter, wollen diese nicht so richtig. Wenn gefangen, sind es Exemplare bis 60 cm. Barsche wollen auch nicht so richtig. Hier gehen ebenfalls nur kleinere Exemplare an den Haken. Das Kraut geht langsam zurück, stellenweise ist dieses nicht mehr vorhanden. Einige Altärme sind extrem klar, nicht typisch für diese Jahreszeit. Andere Gewässer erlauben nur wenige Zentimeter Sichtweite. Der Wasserspiegel ist weiter auf dem tiefsten Stand. Weiterhin hatten wir vom Verein das letzte Hegeangeln. Es stellte sich als äußerst schwierig heraus, Fische an den Haken zu bekommen. Wenn, bissen nur kleine Exemplare von Weißfisch. Gerne stelle ich mich auf eine Erhebung und beobachte die Wasseroberfläche. Diese lag in den letzten Tagen komplett still. Keine Rauben war zu erkennen, kein Karpfen stieg auf, einfach nur Pumpe. Die Räucherzeit geht endlich wieder los. Diesbezüglich habe ich schon einige neue Ideen. Ich werde die Bilder nach und nach einstellen. Gestern war ich an einem Gewässer. Was ich dort aufgenommen habe war ne Katastrophe . Es gibt dort die schönsten Angelstellen, aber vermüllt ist noch harmlos ausgedrückt. Das könnt ihr demnächst auf der entsprechenden Seite begutachten.

11.10.18  Es ist bestes Angelwetter. Am Morgen scheint die Sonne ,der Frühnebel steigt auf. Es ist ein traumhaftes Bild, wofür es sich lohnt, zeitig aufzustehen. Theoretisch müsste es auf der Wasseroberfläche nur so klatschen. Das ist eben nicht so. Diese liegt still, egal ob stehendes Gewässer oder Fluß. Es ist die typische Barsch und Rapfenzeit. Nur selten kann ich einen wahrnehmen. Die Friedfischangler haben es ebenfalls schwer. Der Stoffwechsel der Fische wird ziehmlich runtergeschraubt sein. Die Hechte gehen an den Haken. Diese muss man sich jedoch erkämpfen. Es benötigt einiges an Ausdauer und natürlich auch Erfahrung. Selbst sichere Raubfischgewässer liegen still. Woran liegt das wohl ? Nun ja, ich habe zwei Theorien. Noch nie hatten Gewässer so einen niedrigen Wasserspiegel, und das über einen langen Zeitraum. Regen fehlt in reichlichen Mengen dringend. Sonst liegen einige Gewässer in Zukunft brach. Viele sind ja schon komplett ausgetrocknet. Die Gewässer sind extremst klar. Vollkommen untypisch für diese Jahreszeit. Ich kann bis auf den Grund schauen und sehe nur vereinzelt Fische. Fischreiche Strecken scheinen leer von Leben. Es könnte auch eine Unterbrechung der Nahrungskette sein. Microorganismen sind logisch, bei dieser Wasserqualität gering vorhanden. Man stelle sich nun die Nahrungskette vor, bis hin zum hungrigen Hecht. Fischfressende Wasservogel kann ich ebenfalls nicht wahrnehmen. Das könnte ein weiterer Grund sein. Die Räucherzeit geht wieder los. Fürs Kalträuchern ist es leider noch zu warm.

Schlechtes Wetter gibt es nicht !!!

01.11.2018  Es ist nun einige Zeit her, als ich den letzten Artikel geschrieben habe. Ich hatte zwei Wochen Urlaub, welche ich an der Müritz verbrachte. Klar hatte ich wieder ein Seegrundstück und machte einige Erfahrungen bezüglich Beißzeiten und Wetterwechsel.  Das war echt interessant. Dazu demnächst ein Artikel in der Erfahrungsecke. Laut Medien und erzählen, ist jetzt die beste Zeit auf Raubfisch zu gehen. Ja, man fängt, aber ganz so einfach wie im September sind die Fische nicht an den Haken zu bekommen. Das leidige Thema, fehlender Regen ist immer noch aktuell. Teilweise fange ich die Hechte im 20 cm tiefen Wasser. Für mich immer ein Phänomän, wenn ich am klaren Wasser entlang laufe, sehe ich die Fische nicht. Aber sie stehen genau vor mir. Drehende Kiesel, schnelle Fluchten im flachsten Wasser, der am Rand zuschlagende Hecht sind Beweise dafür. Vor zwei Tagen, wagte ich mich trotz Sturm ans Wasser. Nach der Frühschicht zack an den See, zur Angelstelle gelaufen, einige Würfe und die Dunkelheit Kam. Trotz Sturm und kurzer Angelzeit hatte ich Erfolg. Eins und Eins zusammen gezählt, die Tage werden kürzer und unsere Zeit am Wasser wird sich drastisch einschränken. Manche können jetzt sagen, man kann doch noch in der Dämmerung bzw. Dunkelheit angeln. Das ist wohl erstmal richtig. Aber wo ich rumkrauche, da möchte man nicht unbedingt im Dunkeln sein. Mein Auto steht nicht selten eine halbe Stunde Fußmarsch vom Angelplatz entfernt. Die Wildschweine sind auch in vollem Gange. Eine gesunde Vorgehensweise ist diesbezüglich  auf jedenfall ratsam ! Friedfische in der Saale beißen relativ gut. Es sind zwar nicht die ganz Großen, aber man hat Erfolg. Eins sagen ich euch, jedes stürmische, kalte Wetter ist tausendmal besser als eine schlechtes Fernsehprogramm.  Unser Programm ist teilweise sehr schlecht. Also raus ans Wasser und jede verbleibende Minute Helligkeit in der Natur genießen. Ihr kennt den Spruch. Es giebt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

17.11.18 Der erste Frost ist da. Die Sonne steht tief und lässt die Natur in einem besonderen Glanz erscheinen. Die Blätter fallen und bilden einen großen Teppich auf dem Wasser. Teilweise ist kein Spinnangeln möglich. Im Mittelwasser, auf dem Grund überall sind Blätter. Zum Glück ist die beschriebene Situation nicht an jedem See vorhanden. Ab an den nächsten See und die Rute raus. Immer das Augenmerk auf den Wind gerichtet. Denn wenn er einmal da ist, kann der Blätterwald vom erste See verschoben sein und ein Angeln ist nun möglich. Heute nochmal früh an das Wasser begeben, in der Angst, dass die Seen in nächster Zeit dauerhaft zugefroren sind. An den kleinen Teichen war schon ein Eisfilm darauf. Am ersten Gewässer angekommen angelte ich in das Leere. Ich hatte auch keine große Hoffnung ,bei den eisigen Temperaturen. Ich begab mich an das nächste Gewässer. Und siehe da, vier Hechte waren zu vermerken. Im Gesamten war dies bis jetzt ein gutes Hechtjahr. Zwei Schneidertage auf Hecht waren bis jetzt zu vermerken. Eigentlich ist man immer fängig. Es ist nur eine Frage der Ausdauer. Teilweise angele ich mit Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und nur ein Hecht ist zu vermerken. Nicht selten kommt der Biss innerhalb der ersten 10 Würfe  und dann ist Pumpe. Es gibt auch Tage, da begebe ich mich aus Zeitgründen nur zwei Stunden ans Wasser. Siehe da, es ist ein Beißtag und einige Hechte werden in kurzer Zeit gelandet. Wetter und Temperatur sind tagelang konstant. Trotzdem ist das Beißverhalten jeden Tag unterschiedlich. Jedes Gewässer tickt anders. Jedes Gewässer benötigt seine eigenen Köder und deren bestimmte Führungsweise. Solange die Gewässer frei von Eis sind, bis zur Schonzeit, werde ich weiter auf den Esox angeln.

08.12.18 16:00 und es ist Nacht. Der kürzeste Tag im Jahr nährt sich. Die Zeit, welche man am Wasser verbringen kann, ist deutlich eingeschränkter. Hechte werden weiterhin gefangen. Jedoch sind keine über 70 cm zu vermerken. Zwei einschneidende Erlebnisse hatte ich, wir in den letzten zwei Wochen. Ein Erlebnis mit unseren Zuwanderern und eins mit dem Ordnungsamt. Beides natürlich im Zusammenhang mit unserem Hobby. Ich werde dies natürlich schriftlich niederlegen. Ich muss nur noch überlegen, auf welche Art und Weise. Außerdem ist diesbezüglich noch ein bisschen Klärungsbedarf notwendig. Das Räuchern wrd in Zukunft wieder einen größeren Stellenwert einnehmen. Desweiteren halte ich es für notwendig, dass ich meine Hompage überarbeite. Sie wird also in Zukunft ein neues Bild erhalten.

Ein gesundes neues Jahr 2019 und die besten Fänge

30.12.2018 Hallo Bernburger und Angelfreune, erneut neigt sich ein Jahr zum Ende. Die Temperaturen sind über dem Gefrierpunkt. Meine Spinnköder sehen weiterhin das Wasser. In der stressige Weihnachtszeit, habe ich mir die Zeit genommen, mich an verschiedene Seen zu begeben. Sei es nur für ein, zwei Stunden. Bewegung und frische Luft sind für meinen Körper Wellness. Auf meinen Lieblingsfisch, dem Hecht, konnte ich gute Erfolge vermerken. Eine 10er Runde war seit langem wieder mal am Start. Dafür habe ich auch von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geangelt. Dazwischen waren auch Stunden ohne Fisch. Dann kamen sie Schlag auf Schlag. Also nie aufgeben, angeln, angeln. Heute ist Sylvester. Das Wetter lässt sichtlich die Friedfische aktiv werden. Eneut konnte ich mehrere Hechte vermerken. Sie bissen noch besser, als an den Vortagen. Wenn auf meiner Homepage etwas nicht funktionieren sollte, liegt es daran, dass die gesamte Seite umstrukturiert wird. Im Moment ist das Thema Räuchern dran.

Leute, bleibt gesund, bleibt fair und haltet unser Hobby in ehren.

Alles Jute, Stefan

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© Stefan Strauch