Tagebuch 2018

10.01.2018

Liebe Angelfreunde,

ein neues Tagebuch ist am Start. Im Dezember war ich öfters am Wasser, um einen Hecht zu überlisten.  Im Gegensatz zum letzten Winter, hatte ich keinen Erfolg. Thomas konnte einige schöne Exemplare überlisten. Ich fing an an mir zu zweifeln. Heute hatte ich einen Tag Urlaub. Die Sonne schien, nahezu war Windstille. Ein wirklicher Traumtag zum Hecht peitschen. Am Vormittag verließ ich meine Wohnung. Ich kündigte an : " Ich komme erst wieder, wenn es dunkel ist ! " Ausdrücklicher Hintergedanke im Kopf, heute muss es Schäppern. Ich kam am See an und beobachtete den erhöten Wasserpegel. Mein scharfer Blick konnte ersehen, dass sich die Fische in den flachen , überfluteten Zonen befanden. Sofort fing mein Kopf an zu arbeiten. Ich überlegte Taktiken, wie ich die Fische überlisten kann. Hecht hat die Priorität ! Ich wusste, dass heute wieder einige Kilometer Fußmarsch fallen werden und das das Hochwasser die Sache nicht vereinfachen wird. Ich hatte einen neuen Köder im Gepäck. Optisch war dieser genau mein Ding. Eigentlich ist dieser ein klassischer Zanderköder.  Ich wusste aber, das ähnliche Form und Farbe schon gut Hecht an den Haken brachten. Am ersten Spot angekommen, schien mir die Sonne ins Gesicht. Gut vorbereitet holte ich das Etui mit der Poolbrille aus meinem Rucksack. Fehlgeschlagen, es war die Sonnenbrille meiner Freundin. Ein Meckern war am Wasser zu erhören. Wintergerecht angezogen, wurde mir langsam sehr warm. Das Werfen schwerer Köder ließ meine Körpertemperatur steigen. Schweiß bildete sich und lief mi den Rücken runter. Einige Sachen wurden ausgezogen und brachten zusätzlich Gepäck. Zum Abkühlen stellte ich mich mit meinen Gummistiefeln in das Wasser. Nach eineinhalb Stunden war nicht mal ein Nachläufer zu vermerken. Ich begann an mir zu zweifeln. Plötzlich war ein Tuk zu vermerken. Ein vermutlicher Ast, entpuppte sich als kleiner Hecht. Ich freute mich über dieses Tier, obwohl es nur ein kleines Hechtlein war. Weiter durchquerte ich das Gebüsch. Nach einigen Würfen, schlug es wieder ein. Ein schöner, gezeichneter 65er Hecht wurde gelandet. Im Hinterkopf schon das nächste Gewässer, entschloss ich mich dieses weiterhin intensiv zu beangeln. Keine fünf Minuten später folgte der nächste Hecht. Selbstgespräche brachten meine Freude zum Ausdruck. Neben mir hatte ich eine Großfamilie Nutrias, welche ihre Kreise zogen. Plötzlich kam leichter Wind auf. Die Temperaturen fielen um gefühlte 10 Grad. Alle ausgezogenen Sachen wurden wieder angezogen. Ausdauernd wurden die Gummies durchs Wasser gezogen. Nach sechs Stunden Feuer frei, fingen die Schulter an zu spannen, leichte Schmerzen waren zu vermerken. Je nach wetterlage wurden Jacke, Mütze, Schal an und ausgezogen. Im Gesamten waren die Hechte  keine Riesen aber die Schönsten im See. Die Dämmerung kam langsam und ließ den See in einem warmen Lichspiel erleuchten. Im Gesamten waren fünf Hechte zu vermerken. Und genau wegen solchen Momenten gehe ich zum Angeln. Verdient, fing ich noch zwei Hechte. Im langsamen Schritt begab ich mich zum Auto und zwar mit genau durchgeplanten Hintergedanken. In der Rubrik " Köderwahnsinn ", habe ich dazu schon Stellung genommen. Ich hatte den momentan fängigen Köder am Gerät. Also ab in den Angelladen und in mehrfacher Ausführung kaufen. Es war ein super Einstieg ins neue Jahr. Bald haben unsere Hechte mal ne Weile Pause. Wenn diese Pause eintritt, habe ich schon meine nächsten Missionen geplant.

In diesem sinne, allen ein erfolgreiches Angeljahr.

Stefan

 

12.01.2018   Erneut begab ich mich bei Nebel und Temperaturen im einstelligen unteren Bereich ans Wasser. Alles am Vortag genaustens vorbereitet war ich fangsicher. An meinem Gewässer angekommen, ersah ich eine ungewöhnlich Oberflächenstruktur. Durch die absolute Windstille und eisigen Tempereaturen bildete sich eine dünne Eisschicht auf dem Wasser. Obwohl diese hauchdünn, war das Angeln nicht möglich. Ich begab mich zum nächsten Gewässer. Hier war eine ähnliche Situation wahrzunehmen. Deprimiert setzte ich mich in das Auto und fuhr nach Hause. Dann wurde ich noch geblitzt. Momentan ist nicht die beste Wetterlage zu erwarten. Mit der Kälte habe ich kein Problem, aber mit dem Eis. Mögen die Gewässer eisfrei werden und bleiben. Bald kommt ja der Frühling.

 

24.01.18

Neulich zog es mich bei einigermaßen schönen Wetter ans Wasser. Gleich nach der Frühschicht eilte ich zum See, um die zwei Stunden Helligkeit auszunutzen. In den erste 5 min waren gleich zwei Hechte zu verbuchen. Ich rechnete mir weitere gute Chancen aus. Beim Rechnen blieb es aber auch. Trotz allem wars ein guter Erfolg. Ziel war es in kurzer Zeit einen Hecht zu fangen. Eine halbe Stunde hatte ich noch Abendsonne in der anhaltenden dunklen Jahreszeit. Die weiteren Male hatte ich immer Erfolg. Hechte über 60 cm waren leider nicht zu verbuchen.

26.02.18  Was war los in letzter Zeit ? Die Schonzeit hat Einzug genommen. Mit Beginn der Schonzeit folgten einige sonnige Tage, bei kalten einstelligen Temperaturen. Warme Sachen an und ab ging es mit einer Rute ans Wasser. Ziel war ein Döbel zu fangen. Eine Büchse Frühstücksfleisch im Gepäck und zwei Brötchen erhoffte ich mir Erfolg. Eine Sonnige Stelle, um nicht zu erfrieren war schnell ausgemacht. Nach ca. einer Stunde wollte ich schon aufgeben. Plötzlich verschwand die Pose und der erhoffte Fisch war am Haken. Die Folgetag versuchte ich erneut mein Glück. Das Frühstücksfleisch legte ich am Vortag in Knobi ein und Käse. Nach nahezu gleichem Zeitraum, kein Biss. Ich vergrößerte den Köder auf gute vier Quadratzentimeter. Kurz darauf zog es ab. Die Döbel hatten Kraft und auf leichtes Gerät gab es einen guten Drill. Und nochmal gings ans Wasser. Als sich meine Rute verselbstständigte und sich Richtung Wasser begab, versemmelte ich den Biss durch akuten Fehlanschlag. Kurz darauf hing der Dickkopf beim nächsten Biss am Haken.

Dann kam die Kältewelle. Somit wars mit der Döbelangelei vorbei. Ich bin mir sicher, ihr habt zu Hause mit eurem Angelkram ne Menge Arbeit. Kontrolliert mal eure Schnüre. Säubert und fettet eure Rollen und Angeln. Kontrolliert eure Haken. Wechselt die Stumpfen aus und vieles mehr.  Eure Stiefel, Schuhe, gönnt diesen etwas Pflege. Da gehen einige Stunden ins Land. Ich bin mir sicher, euer Gerät dankt es euch irgendwann. Dazu demnächst ein Bericht in der Praxisecke. So, jetzt warten wir auf wärmere Tage.

15.03.18  An den zwei letzten Tagen begab ich mich nach der Arbeit mit meiner Freundin für ein, zwei Stunden ans Wasser. Grund war natürlich das schöne Wetter. Weiterhin wollten wir die erste eigene Angel von meiner Freundin ausprobieren. Wir hatten zwei Glücksstunden erwischt. Vier starke Döbel und zwei kapitale Brassen hingen am Haken. Füttern war nicht notwendig. Stelle für stelle abwandern, irgendwo ist der Fisch. Das Wasser ist kalt, kleine Köder sind von Vorteil, ist absolute Fehlanzeige. Große Flocke, große Stücken Frühstücksfleisch waren die Erfolgsköder. Für große Fische dieser Arten, ist jetzt die ideale Zeit. Im Sommer werden die Exemplare seltener gelandet. Kleinfisch, jeglicher Art macht uns das Leben dann schwerer. Dieser ist jetzt nicht vorhanden. Einen Tag später, zog ich nochmals ans Wasser. Zwei schöne Fische waren wieder zu vermerken. Man muss zwar etwas warten, aber wenns tuckt, hängt was Richtiges am Haken. Ich nehme ne 30g Matchrute. Das macht echt Gaudi. Wer jetzt denkt, die Fische sind träge, der irrt gewaltig. Kennt ihr das, z.B. beim Forellenangeln. Eine von Zehn wills wissen und hat son richtiges Kämpferherz. So war es an diesen Tagen auch. Eine Kampfbrasse und ein Kapfdöbel wollten es wissen. Die Rabauken müssen nicht immer die Größten sein. Jedenfalls wars ein tolles Erlebnis. Also nicht abkacken zu Hause. Die Unterhose an und ab ans Wasser.                                                                     Petri Heil

Was ist denn jetzt los ?

20.03.18 Nach einigen schönen Tagen kommt plötzlicher Schneefall. Und das nicht son bisschen, sondern heftig. Seen sind wieder zugefroren. Am letzten Wochenende zog ich mich warm an und wollte einige Photos von der Schneelandschaft schießen. An unserem Fluß, die Saale angekommen, traute ich meinen Augen nicht. Der Wasserspiegel ist schon wieder angestiegen. Rein logisch gedacht, war noch kein Schnee geschmolzen. Wenn es wärmer wird kommen erneut Massen an Wasser dazu. Das heißt, es wird weiterhin schwierig werden, gute Bedingungen zum Angeln zu finden. Nächstes Wochenende gehts nach Kohlberg zum Dorschangeln. Hoffentlich spielt der Wettergott mit.

Kutterangeln Kohlberg 2018

23.03.18-25.03.18

 

30.03.18. Die Seen sind noch kalt, das Beißverhalten darin noch stark eingeschränkt. Im Fluss sind die Fische dagegen wesentlich aktiver. Unteralb vom Saalewehr gestaltet sich das Angeln aufgrund der Strömung nicht so einfach. Kein Grund gleich alles hinzuwerfen. Die Bisse kommen nicht am laufenden Band, aber sie kommen. Und wenn die Pose weg ist,  hängt was anständiges daran. selten ist ein Brasse oder Döbel unter 50cm.

12.04.2018 Ich hatte ne Woche Urlaub und befand mich jeden Tag am Wasser. Wiedermal war der Verlauf eine interessante Erfahrung. Wetter war wirklich immmer top und stabil. Trotz allem war das Beißverhalten nie gleich. Am ersten Angeltag setzte ich mich trotz sehr hohen Wasserstand an einen Fleck, wo die Strömung etwas eingeschränkter war. Mit Verlauf vom gesamten Morgen waren zwei stattliche Brassen zu vermerken. Aus meinen Erfahrungen war das nicht viel. Ich wechselte die Stelle und traf Thomas. Etwas Futter ins stromreiche Wasser, kamen einige Fische zusammen. Alles kräftige, für ihre Art große Exemplare. Kleine Fische waren nicht zu vermerken. Mit jedem weiteren Tag kamen Fische hinzu. Zwei, drei, vier, das wars dann aber auch. Dann wurde es zunehmend schwieriger. Die kapitalen Döbel, Brassen, Alande verschwanden. 30iger, 35iger Exemplare wurden gefangen. Die Ukels und weiterer Kleinfisch kommen ans Tageslicht. Es ist die gleiche Situation, wie letztes Jahr. Meine Vermutung, die Fische laichen. Kapitale zu fangen, wie vor dem Laichen wird schwieriger. Klar werden sie immer mal am Haken hängen, aber nicht mehr so wie in den letzten Wochen. Die Güster, die Plötze wird mit rumzuppeln. In den Seen unserer Region ist nicht viel los. Wir hatten den ersten Aufräumeinsatz. Mit Erschrecken war schnell ne Menge Müll zusammen. Der Großteil vom Müll war sichtbar von den Anglern. Ich traf noch einen Angelfreund, welchen ich aus den Medien kannte. Wiedermal nahm ich eine Erfahrung mit, wie man zum Erfolg kommt. Zu diesen Themen werden demnächst einige Berichte folgen.

26.04.18  Ich hatte Urlaub und einige Tage frei. Ich hatte Traumwetter, somit jeden Tag am Wasser. Ich war mir sicher, dass ich gut fangen werde. Aber so einfach gestaltete sich die Sache nicht. Mein Schwiegervater hatte ich das erste Mal mit am Wasser. Mein Wunsch war, er sollte seinen ersten Fisch fangen. Am Wasser angekommen, tummelten sich die Giebel in Ufernähe und im Schilf. Ich wusste, dass wird heute nicht einfach. Liebende Fische wollen nicht beißen, Schnurschwimmer werden uns die Sache erschweren. Und ich hatte Recht. Meine Hoffnung lag auf die Brassen, dass diese abgeleicht haben. Da verschwand die Pose von Frank. Schnurschwimmer, oder ist es ein Biss ? Leichter Anschlag und ein 55ger Brasse hing am Haken. Deutlich gekennzeichnet vom Laichprozess. Für seinen ersten Fisch, kein schlechter Fang. Einige kleine Döbel, ne Rotfeder und eine weitere Brasse wurden noch gelandet. Die Saale lasse ich jetzt erstmal aus. Stillwasser haben die nächsten Wochen Priorität. Mit Verlauf wurde es immer schwieriger einen Fisch an den Haken zu bekommen. ich hatte noch einen Karpfen am Haken, welcher mit mir machte, was er wollte. Meine Chance war gleich Null. Meine erste Nullrunde war dieses Jahr zu vermerken. Nach zwei Wochen entspannt sich die Situation wieder. Die Fische fangen wieder an zu beißen. Unser Vereinsangeln für Kinder war relativ erfolgreich. Mit den anwesenden Kids machten wir noch eine scheiß Erfahrung. Das könnt ihr im Abschnitt Vermüllung erlesen. Ich freue mich auf die anstehende Raubfischsaison.                                                               Bis demnächst, Stefan

                            Endlich ist keine Schonzeit mehr !!

01.05.18 Am Tag der Arbeit war der Köder auf dem Foto mein Held der Arbeit. Eigentlich wollte ich gar nicht Angeln gehen. Grund, sind meine Erfahrungen der letzten Jahre. Viele Angler am Wasser, welche sich gegenseitig wahrnehmen, sind nicht mein Ding. Außerdem hatte ich Spätschicht. Am Vortag hatte ich schon so ein Gefühl im Bauch und bereitete mir eine Rute und einige Köder vor. Schon zeitig erwacht, kreisten meine Gedanken um den Zielfisch. Auf auf, schnell angezogen und ab ans Wasser. Übrigens, ein großer Vorteil vom Spinangeln, ist der geringe zeitliche Aufwand für die Vorbereitung. Kurz nach Ankunft am Wasser hing ein Hechtchen am Haken, welcher mir verloren ging. Ca. eine Stunde später schlug es ein. Ein schöner 75er Hecht wurde gelandet. Beim folgenden Wurf kam die nächste Attacke beim Herausheben vom Köder.  Kräftige Stöße, Sprünge und Schütteln ließen ihn vom Haken lösen. Ich war zwei Stunden am Wasser und hatte Erfolg. Mein Ziel für Eröffnung der Raubfischsaison wurde erreicht.

11.05.18 Ganz ehrlich, die Fänge hielten sich in Grenzen. Thomas fing schöne Rapfen in der Saale. Die Grossdöbel kommen auch wieder in Gange. Ansitz in der Saale führt immer zum Erfolg. Die Spinfischerei wird in einigen Gewässern schon wieder nahezu unmöglich. Das Kraut und Algen belegen teilweise den ganzen See. Nochmal zum angeblichen Plagefisch Wels. Zu zweit verbrachten wir viele Stunden mit der Spinangel am Wasser. Wie schon in den letzten Jahren,  hat eins nicht gebissen. Logisch, meine ich den Wels. Das dieser eine Plage sein soll, ist wohl alles andere als glaubwürdig ! Im Stillwasser ist die Sache nicht ganz so einfach. Mehrere Nullrunden an meinen sicheren Fangstellen waren zu belegen, obwohl die Fische längst abgelaicht haben und das Wetter stabil war. Viele Angler mit denen ich gesprochen habe, teilen meine Meinung. Aber irgendwann kommt der Tag, da ist die Rute dauerhaft in gebogener Stellung ! Wir hatten noch Vereinsangeln am Forellensee. Die Bider könnt ihr euch über Angelfreunde 90 anschauen.

11.06.18 Hallo Angelfreunde, ihr wundert euch bestimmt, warum keine neuen Einträge erscheinen. Ich war einige Zeit außerhalb unseres Landes. Auch hier habe ich das Leben der Angler voll im Blick gehabt. Familien trafen sich am Hafen und angelten gemeinsam. Ob eine oder fünf Ruten pro Person, das war vollkommen egal und hat auch keinen interessiert. Alles zusammen war eine Harmonie. Ich lief mit meiner Freundin den Hafen auf und ab. Ich tätigte die Aussage: " wenn ich mein Hobby so in Deutschland ausübe, würde ich im Knast landen." Ich bewunderte die Gelassenheit, das Einfache um Menschen glücklich zu machen. Da braucht keiner einen Angelschein oder zusätzliche Formulare, wo Mengen an Regeln niedergeschrieben sind. Ich bin auch ein Freund von Regeln und Ordnung. Hier sah ich den Beweis, dass nicht hunderte Regeln notwendig sind um sein Hobby ordnungsgemäß auszuüben. Dazu später noch etwas in der Meinungsecke. Eine weiter Woche verbrachte ich an verschiedenen Gewässern in meiner Heimat. Durch die anhaltende Trockenheit gab es keine Massenfänge. Die Fische musste man sich schon erkämpfen. Ich machte wieder einige wichtige Erfahrungen, teilweise unglaublich. Vieles könnt ihr demnächst erlesen. Da räubert ne ganze Menge in meinem Kopf rum, was ich niederlegen möchte. Im Fließwasser beißt es wesentlich besser als im Stillwasser. Auch der Abend und die Nacht am See birgt einige Überaschungen. Von Ehöhungen beobachteten wir interessantes Verhalten der Fische. Meine tote Rute und die freie Leine brachten mich zum Nachdenken. Was das ist, demnächst in der Praxisecke. Mit meinem Angelfreund übte ich ein Nachtangeln aus, welches ausgenommen interessant war. Von wegen ängstliche Fische, ihr glaubt es nicht. Einfach mal auf den Seiten stöbern. Es kommt Einiges.

Ach und noch was, immer wieder kann ich wahrnehmen, dass die Polizei sich in Wassernähe aufhält. Mit Versetzung nach Halle, dachte ich, hier kann bald jeder machen was er möchte. Ich habe mich getäuscht. Ich wurde kontrolliert. Ich nutzte die Chance und stellte viele Fragen über fragwürdiges Erlaubtes oder Verbotenes. Es war erstaunlich, welche Antworten ich erhielt. Ich werde die Äußerungen nicht niederlegen. Nachher wird etwas falsch aufgenommen und ich bin fällig. Eins gebe ich weiter. Immer wieder beobachten wir Angler auf der Wehranlage in Bernburg. Ich erhielt die klare Ansage, das dies untersagt ist. Also, seit vorsichtig !

16.06.18 Es war am Mittwoch, ein angenehm kühler Tag inmitten der anhaltenden Hitze. Der Himmel war bedeckt. Thomas und ich hatten Frühschicht. Schnell waren wir uns einig, heute kanns krachen. Nach der Arbeit gings nach Hause. Die Spinnausrüstung wurde eingepackt und ab ans Wasser. Dritter Wurf und auf den Swartzonker ( Kunstköder aus Hartplaste ) schlug es ein. Ich warf zur anderen Seite und erneut hatte ich Erfolg. Das war ein Beginn. Ich erhoffte einen Traumtag. Dann wollten die Räuber nicht mehr. An der Wasseroberfläche war Bewegung. Die Karpfen sprangen, Brassen drehten sich. So ein aktives Verhalten der Fische habe ich dieses Jahr noch nicht wahrgenommen. Immer im Augenwinkel hatten  wir einen Friedfischangler, welcher sehr guten Erfolg hatte. Thomas und ich trennten uns. Plötzlich ertönte mein Walki Talki. Hecht im Drill, 80iger. Kurz darauf erfolgte die Durchsage. Gemessen ist er 85 cm. so ein Walki Talki ist ne coole Sache am Wasser. Ohne das Handy zu zucken, steht man in schneller Kommunikation und kann sich austauschen. schon viele Kilometer gelaufen, angelten wir weiter. Immer wieder folgten Hechte. Nach fünf Stunden hatten wir sieben Hechte gefangen. Mit unserem Riecher hatten wir Recht. Zwei Tage später hatte ich Dienstfrei. Die Temperaturen waren wieder am Ansteigen. Voller Eifer begab ich mich ans Wasser. Meine Idee, bis 12:00 Ansitz, anschließend die Spinnrute raus. Der Erfolg beim Ansitz war mäßig. Ein guter Fisch schlitzte mir aus. Friedfischkram ins Auto und die Spinnangel raus. Es war nicht das Gleiche. Drei Anfasser auf Sicht waren zu vermerken, aber keiner blieb hängen.                   So ist das eben beim Angeln. Zwei Tage später sieht die Welt ganz anders aus.

Eine interessante Erfahrung

19:06.18 Wir hatten ein Hegeangeln vom Kreis aus. Gewässer war unser Heimatfluss, die Saale.  Da ich kein Feederangler bin, war meine Taktik schnell klar. Ich stippe mir meine Fische. Das klappt meines Wissens nach immer. Einige Brassen und Döbel kommen ans Band. Alles auch nicht so fein gewählt, da komme ich schon zum Erfolg.  Ich hatte eine Stelle zwischen zwei Schilfgürteln. Taktik war komplett fehlgeschlagen. Eine Stunde vor Schluss, nahm ich doch die Feederrute in die Hand. Bis auf einige Zuppler, war ebenfalls nichts zu vermerken. Während der drei Stunden Angelzeit, konnte ich zwei Barsche und einen Schuh vermerken. Hätte ich die Zeit alleine am Wasser verbracht, würde ich die Meinung vertreten, es beißt nichts. Aber, ich wurde eines besseren belehrt. Ein Angler neben mir fing über sieben Kilo, der Angler rechts neben mir, über zehn Kilo. Also, die Fische bissen ! Die Jungs und weitere waren Profis auf ihrem Gebiet. Sie wussten genau, was sie taten. Schon alleine an ihrer Ausrüstung war dies zu erkennen. Das ist der Beweis, wer sich mit einer Methode auskennt, wird Erfolg haben. Wissen bringt den Fisch an den Haken. Am folgenden Tag nahm ich meine mittelschweren Matchruten und begab mich an meine Gewässer. Ich fing 15 Karpfen von ca. 25-40 cm. Das passierte mir zuletzt vor 10, 12 Jahren. Letztes Jahr hatte ich mal ein Kärpflein. Sonst bekam ich diese Größe nicht mehr zu Gesicht. Es folgten noch Giebel, Rotfedern und Döbel. Nach ca. 10 Ansitzen hatte ich eine Brasse zu vermerken. Der Fisch, welcher sonst immer am Haken hängt, hat wohl aufgrund der Hitze keinen Bock, in den stehenden Gewässern zu beißen.

21.06.18. Tag, Angelfreunde, ich war heute morgen in der Saale angeln. Methode war klar, ich angelte mit der losen Leine. Verwunderlich, die Fische wollten heute nicht meine beliebte Flocke. Stattdessen hatten sie sich voll auf die Made eingeschossen. Ich habe sehr gut gefangen. Quer durch den Gemüsegarten und ein schöner Aal war auch dabei. Es war unheimlich heiß. Gegen 10:00 stellte sich das Beißen ein. Der Wind kam auf. Die Fische merkten, dass etwas nicht stimmt. Es ist 20:30, es ist scheißkalt. Wir haben gerade gegrillt. Ich musste in meine aufgeizte Wohnung. Hoffentlich regnet es, Sonst schwimmen bald die ersten Fische leblos an der Oberfläche.

m29.06.18 Am Montag war ich an einem meiner Stammgewässer angeln. Erneut waren einige Karpfen, um die 30 cm am Start und einige Brassen Mitte 40. Döbel, Rapfen, Plötzen hingen ebenfalls am Haken. Leider war nie ein stattliches Exemplar dabei. Die meisten Fische habe ich unmittelbar an der Schilfkante gefangen. Heute war ich vor der Arbeit mal drei Stunden an der Saale. Nach diesen  waren drei Brassen Mitte 40 zu vermerken. Beim Füttern mit Maden, erreichten diese nicht einmal den Grund. Ukels sind wie Piranias und vernichten diese beim Absinken. Ich vermisse das Frühjahr, wo die kapitalen Döbel und Brassen an der Tagesordnung waren. Sichere Methoden, welche letztes Jahr funktioniert haben, laufen momentan nicht. Ich bin mir sicher, es kommt die Zeit, wo wir mit diesen Verfahren fangen werden. Man muss nur genau hinschauen.

05.07.18 Die Trockenheit macht uns das Anglerleben schwer. Gute Fänge sind selten. Ich war an der Saale und versuchte mein Glück mit der leichten Spinnrute. Mein Ziel waren Döbel um die 50 cm. Meinen Zielfisch habe ich nicht gefangen. Dafür fing ich einige schöne Barsche, welche malerisch aussahen. Unsere Barbenfreunde dürften es schwer haben. Diese sind zum Ende der Schonzeit noch voll im Laichgeschäfft und rudern durch die Flachwasserzonen. Die Wasserschutzpolizei kontrolliert regelmäßig. Im Kontakt sind diese immer freundlich. Ich konnte keine negativen Erfahrungen machen. Weiterhin waren wir zum Nachtangeln. Acht Knicklichter leuchteten in der Dunkelheit. Beim Leuchten blieb es aber auch. Vor Anbruch der Nacht waren zwei kleine Brassen und ne Hand voll Barsche zu vermerken. Nach edlichen Ansitzen konnte ich endlich eine Schleie verbuchen. In einigen Gewässern in unserer Umgebung geht der Überlebenskampf los. Die Rückenflossen der Karpfen stehen im Flachwasser. Wir brauchen dringend Regen !

Einfach, ist anders !!

15.07.18 Heute erhielt ich einen Anruf von meinem Schwager. Er erfragte die Angelergebnisse der letzten Tage. Sein Arbeitskollege, ebenfalls Angler, verzweifelt bei niedrigsten Wasserstand in der Elbe. Wir in Bernburg haben ja noch Glück mit unserer Saale. Durch zwei Staustufen führt sie noch ausreichend Wasser und ist wohl momentan das Gewässer mit der höchsten Fangchance. Trotzdem gestaltet sich das Angeln mehr als schwierig. In den flachen Altärmen ist nahezu nichts los. Kleinere Weißfische sind in den Morgenstunden zu erwarten. In den tieferen Teichen und Seen, wo noch angenehme Wassertemperaturen herschen, kann man Glück haben. Manche Gewässer sind nahezu am Austrocknen. Die Fische sammeln sich in den tiefsten Stellen und tätigen einen Überlebenskampf. Hinzu erschwert uns die anhaltende Hitze das Angeln. Mit Tagesverlauf ist nur der Aufenthalt im Schatten möglich. Aber zum Mittag ist ja nahezu auf und unter Wasser nichts los. In verschiedenen Portalen im Netz, werden wenig Informationen zu Fängen veröffentlicht. Die Hitze hält weiter an. Auf Regen müssen wir weiter hoffen. Trotzdem geht es weiter ans Wasser.

25.07.18 Es ist brütend heiß. Flache Gewässer trocknen aus, Biotope gehen zu Grunde. Die Gesamtsituation ist bedenklich. Fischsterben werden in nächster Zeit kommen. So einen tiefen Wasserstand, wie dieses Jahr, habe ich noch nie gesehen. Das Angeln gestaltet sich mehr als schwierig. Ja, ich fange, wenn dann in den Morgenstunden. Einen glücklichen Fangtag hatte ich. Mit aufsteigender Sonne, stellte sich das Beißen jedoch ein. Bezüglich Hitze und Trockenheit ist kein Ende in Sicht.

Scheiß Hitze !!!!!!!!!!!!

31.07.18  Es ist 15:00, laut Nachrichten sind es 40,5 Grad. Ein Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht. Laut Medien ist Bernburg der heißeste Ort in Deutschland. Im Fernsehen, in der Zeitung wird beschrieben, wie unsere Gewässer austrocknen, bzw. komplett ausgetrocknet sind. Es ist beängstigen was diesbezüglich noch auf uns zukommt. Welcher Fisch im flachen Gewässern nicht schon vom Raubvogel erlegt wurde, wird verrecken. Gewässer in denen wir vor zwei, drei Jahren Traumfänge hatten, gehören nun bald der Vergangenheit an. Für mich und meine Angelfreunde kaum vorstellbar.

Was machen unsere aktuellen Fänge ? Es ist nahezu überall sehr schwierig. Eine Chance bieten tiefe Seen. Zwei gute Fangtage konnte ich verbuchen. Schleie, Giebel, Rotfedern, kleine Karpfen waren am Start. Beste Beißzeiten sind die frühen Morgenstunden. Wir hatten vom Verein Nachtangeln. Zum Mittag waren schöne Brassen in der Saale beim Feedern zu vermerken, im Stillwasser einige Giebel. Die Beißzeit hielt ca, eine-zwei Stunden an. Dann war Totenstille. Mehrere Angeln über Nacht im Wasser, ließen keinen Aal an den Haken gehen, auch keine andere Fischart. Es regnete einige Wochen nicht. Wir hatten das Glück, dass es nahezu die ganze Nacht durchregnete. Morgens lag der Nebel auf dem Wasser. Mit Sonnenaufgang waren noch einige Weißfische zu vererken. Wenn einer behauptet, es giebt keine Mücken, diese Person begebe sich bitte in Wassernähe. Sobald man sich in einen schattigen Bereich kommt, kommt die Invasion der Blutsauger.

10.08.2018  Letzte Woche kam bei uns der langersehnte Regen, heftig ,mit ca. 50 Liter auf dem Quadratmeter. Am Folgetag fuhr ich mit dem Fahrrad, um Fotos der austrocknenden Gewässer zu machen. Die Natur zeigte mir ein anderes Bild als erwartet. Die ausgetrockneten Flächen waren mit Waser gefüllt. Nicht übermäßig voll, aber 20 cm kamen hinzu. Ein kleines Aufatmen für die Natur. Ich ging das Risiko ein und begab mich an ein Stillwasser, das Wasser flach, schön warm. Hoffnung machte ich mir keine. Nach kurzer Wartezeit, zog die Pose seitlich ab. Die erste Karausche hing am Haken. Es folgten viele weitere. An den folgenden Tagen startete ich weitere Ansitze. Zeitweise zogen die Posen im Minutentakt ab. Trotz heißester Temperaturen, drehten die Karauschen durch. Beifänge verschiedener Arten waren ebenfalls zu verzeichnen. Man sagt ja, Angeln ist Glückssache. Ich hatte Glück. Als ich meinen Friedfischköder einholte, zog ich die Schnur unter einem Ast entlang. Ein Hänger war zu erwarten. Drei Meter vor dem Ufer schlug es in der Rute ein. Der Drill ging los. Alles ging so schnell, dass ich mir kein Bild machen konnte, wie, warum, was. Ich hatte den Fisch an der Oberfläche. Ich bekam einen schönen Hecht zu Gesicht. Was folgen wird, war mir eigentlich klar. Der Hecht wird sich drehen, springen und die Schnur durchbeißen. Um dies zu vermeiden, hielt ich meine Rutenspitze  unter Wasser. Kaum zu glauben, ich konnte den Fisch landen. Der 6er Haken war genau im Mundwinkel. Es war ein typischer 72er Sommerhecht, schlank . Heute war ich zum Spinnangeln an der Saale. Der Fluss lag ruhig. Kein Vogel war zu hören. Vereinzelt raubte am frühen Morgen ein Rapfen. Einige Barsche waren zu vermerken. Trotz Kehrströmungen, kaum fließend, erhoffte ich mir einen Hecht. Beim Hoffen blieb es aber. Zwei Anfasser hatte ich. Konnte jedoch die Bisse nicht verwandeln.

Alles Käse, oder was ?

21.08.17  Ich hatte in letzter Zeit kaum freie Tage ,um ans Wasser zu gehen. Spätdienste waren an der Tagesordnung. Ich disziplinierte mich, begab mich zeitnah nach Dienstschluss zu Bett. Das Ziel, zeitig raus und früh am Morgen einige Stunden am Wasser zu verbringen. Ziel war es, eine Barbe zu fangen. Geangelt wurde auf Grund mit Käse. Drei Tage begab ich mich am Morgen ans Wasser. Obwohl alle Tage aufeinander folgten, verlief jeder Tag anders. Am ersten Tag beköderte ich meine Rute mit einem Stück Gauda. Kaum im Wasser hing ein Döbel mitte 40 am Haken. Die Rutenspitze war nur am Vibrieren. Ich blieb beim Käse, welcher sich als fängiger Köder herausstellte. Es folgten diverse Brassen, Güster und acht Barben. Leider überschritt keine Barbe die vierziger Marke. Rapfen und Barsche waren beim Rauben zu beobachten. Motiviert begab ich mich am zweiten Tag ans Wasser. Das Beißen war deutlich eingeschränkter. Zwei Güster, drei kleinere Barben hingen am Haken. Meine Motivatinon schwand langsam. Am dritten Tag waren drei kleinere Barben zu vermerken. Jegliches Rauben war nicht mehr zu erkennen. Die Saale lag still. Das Wetter war an allen drei Tagen konstant, aber das Beißverhalten unterschiedlich. Das Einzige, was mir auffiel, war der gesunkene Wasserstand von ca. 15 cm. Am folgenden Wochenende begab ich mich mit einem Kumpel ans Stillwasser. Voll in der Hoffnung, zu fangen, wie im oberen Bericht beschrieben. Der Wasserstand in den Seen ist erneut gefallen. Es biss nicht besonders. Einige Karauschen und mittlerere Brassen waren zu vermerken. Eine Krabbe konnte ich landen. Eine muss jedes Jahr. Fahre jetzt erstmal für ne Woche an die Havel und versuche dort mein Glück. Die Friedfischruten werde ich dann langsam beiseite legen und meine Spinnruten werden wieder das Wasser sehen. Ich freue mich darauf.

Auf der nächsten Seite gehts weiter.

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© Stefan Strauch