Willkommen im Jahr 2020

Ich wünsche allen Lesern, Angelfreunden, ein gesundes neues Jahr, sowie erholsame Tage am Wasser und  optimale Fänge.

Kein Döbel unter 50 cm

Wer einmal einen kapitalen Döbel fangen möchte, dafür ist jetzt die richtige Zeit. Döbel unter 50 cm, beißen selten. Ihr benötigt nur eine Rute, Köder, etwas Zubehör. Sucht euch am Fluss, bei uns die Saale bzw. Nebenflüsse, strömungsberuhigte Zonen. Der Fisch hält sich zwei, drei Meter vom Rand auf. Mit einem schwebenden Köder, könnt ihr den Fisch suchen. Die Pose mit dem Köder einfach treiben lassen. Treibt der Köder am Fisch vorbei, wird er zuschnappen. Den Köder auf Grund legen, ist ebenfalls eine zuverlässige Methode. Wichtig, um diese Jahreszeit, bietet dem Fisch, so wenig Wiederstand wie möglich. Ich bevorzuge um diese Jahreszeit, Leber oder Frühstücksfleisch. Flocke geht auch immer. Nicht selten, hängt der Fisch, nach dem ersten Wurf am Haken. Es kann auch einmal ein, zwei Stunden dauern, bis die Pose abtaucht. Geduld bringt auf jedenfall Erfolg. Der Hecht beißt sehr Verhalten. Stunden, mit der Spinnrute unterwegs bringt einen, selten zwei Fische an den Haken. Schneidertage sind keine Seltenheit. Die momentane Wetterlage, läd zum Räuchern ein. Mein Räucherofen qualmt jeden Tag. 

 

24.01.20 In den letzten Jahren, haben ich folgende Erfahrung gemacht. Gibt es über mehrere Tage ein stabiles Wetter und das Temperaturen um die 10 Grad, beisst der Hecht immer, bezogen auf die jetztige Jahreszeit. Drei bis vier Hechte an einem Vormittag, waren keine Seltenheit. Ich beangelte genau diese Gewässer, in welchen ich die benannten Erfahrungen sammelte. Ich fing in diesen Gewässern keinen Hecht. Wir wichen auf andere Gewässer aus. Wir haben Hechte gefangen und es waren gute Exemplare dabei. Thomas hatte Glück, mit einem Meterexeplar. Besser kann das neue Jahr nicht starten. Für diese Fische mussten wir aber auch werfen, werfen, werfen. Wir angelten mit schweren Ködern, bis 100g. Wenn man diese einige Stunden betätigt, fangen Muskeln und Bänder an zu schmerzen. In den letzten Tagen, stellte ich den Döbel hinterher. Nie verblieb ich erfolglos. Einmal begab ich mich nach der Arbeit, an die Saale. wohlwissend, dass ich noch knapp eineinhalb Stunden Licht hatte. Vier schöne Exemplare hingen am Haken. Denkt nicht, die kämpfen trotz kalter Temperaturen nicht. Die Fische geben alles. Auf eine mittelschwere Matchrute, macht diese Angelei einen riesen Gaudi. Während ich angelte beobachtete ich meine Umgebung und habe viel gelernt. Warum, wie und wo der Fisch steht. Zwei Kinder lehnten sich über ein Geländer. Diese tätigten laute Ausrufe. Sie beschrieben Mengen von Fischen in allen Größen. Die Jungs bekamen sich gar nicht mehr ein. Am Folgetag begab ich mich selbst zu dieser Stelle. Lasst euch sagen, sowas habe ich noch nie gesehen. Tausende, wenn nicht hunderttausende Fische, ein gigantisch riesiger schwarzer Teppich. Hauptsächlich bestehend aus Döbeln, in den tieferen Schichten, kapitale Döbel und Brassen. Ich bin nicht wieder geworden. Wer sich jetzt selbst ein Bild machen möchte, der begebe sich an die Bernburger Fußgängerbrücke und schaue mal nach unten, auf der Seite, Richtung Bergstadt. Schaut euch dieses Schauspiel bitte an, es ist irre.

Was für ein schöner, beschissener Angeltag.

08.02.20 Was für ein super Wetter, dachte ich mir, an meinem freien Tag. Die Sonne scheint, die Temperaturen knapp über Null. Mittags sind elf Grad angesagt. Am Vortag habe ich schon alles vorbereitet, um den Hecht nachzustellen. Ich fuhr das erste Gewässer an. Vereinzelt waren kleine Eisschollen wahrzunehmen. Kurzes Abangeln und es ging an ein größeres Gewässer. Sicher, dass die Oberfläche vom Eis befreit ist. Ich zog meine warmen Sachen an, begab mich in Richtung See. Ich erstarrte, der ganze See war zugefroren. Planänderung, ab ging es nach Hause. Raubfischutensilien abgeladen, alles um einen Döbel zu angeln eingepackt. Ich fuhr an die saale, an eine meiner bekannten Stellen. Mist, der Wasserstand hat enorm zugenommen. Die Strömung war sehr stark, ein Angeln kaum möglich. Jetzt wurde der Hals aber dick. Ich entschied mich für Variante drei. Alles wieder eingepackt und ab ging es an eine strömungsarme Stelle. Ich hatte zwei gute Abzüge. Leider konnte ich keinen Biss verwirklichen. Immer wieder überraschen mich die Menschen, welche auf einem kilometer langen Flußverauf, gerade meine Angelstelle auswählen, um Enten zu füttern. Wirfst man ein Stück Brot in das Wasser, sieht das eine Ente, aus weitester Entfernung. Ich sage euch, in zehn Sekunden ist diese am Futterplatz. Somit hatte ich ein Bataillion Enten in kürzester Zeit am Angelplatz. Zusätzlich wurde es noch stürmisch. Dieser war verantwortlich für Verwicklungen auf meiner Spule. Ich packte meine Sachen zusammen und es ging nach Hause. Ich machte noch einmal einen Abstecher, an das besagte gefrorene Gewässer. Dieses war nun vom Eis befreit. Der kräftige Wind, hat wohl dazu beigetragen. Was war vor diesem Tag ? Ich möchte mich nicht beschweren. Ich habe für diese Jahreszeit, echt gut gefangen. Döbel, Aaland, Hecht gingen ans Band. Nächste Woche setzt die Schonzeit ein. Ein Stück Lebensqualität, wird dann verloren gehen. Jedoch ist es auch gut so. Das Spinangeln, findet immer mehr Anhänger. Jetzt haben die Hechte endlich mal ein bisschen Ruhe, welche sie auch dringend benötigen.

                                   Scheiß Sturm

20.02.20 Stehe ich am Abend auf meinem Hof, höre ich die Gänse, welche aus dem Süden in Richtung Heimat fliegen. Unser Auenwald ist gesäumt, mit Teppichen von Schneeglöckchen. Der Frühling klopf mit milden Temperaturen an. In Verbindung mit den Temperaturen, weht ein ständiger, kräftiger Wind. Dieser macht es uns Anglern nicht einfach, bzw. nicht möglich unser Hobby auszuüben. Dennoch begab ich mich ans Wasser. Es musste nach einer knapp zweiwöchigen Sturmauszeit, unbedingt sein. Ich hatte schon Entzugserscheinungen.  Ich kam an meinem Spot an. Baute mein Dreibein auf. Die erste Rute wurde bestückt, mit einer fetten Flocke und zu Wasser gelassen. Für einen kurzen Zeitraum wandte ich mich ab. Ich hatte meine Pose nicht im Blick. Ich beköderte meine Zweite Rute, als es hinter mir krachte. Das Dreibein war zu Boden gerissen. Meine Angel schoss in Richtung Wasser. Gerage noch so, konnte ich das hintere Stück meiner Rute greifen. Der Fisch pfiff los. Der Drill gab ein geiles Geräuch. Leider schlitzte der Fisch aus. Alles passiert in Bruchteilen von Sekunden. Ein kurzer Schock ging durch meinen Körper. Es folgten mehrere Döbel zwischen 30-40cm. Dann kam ein kalter Wind. Kein Biss war mehr zu vermerken. Ich wartete und gab nicht auf. Die Dämmerung brach herein. Da tauchte die Pose in Zeitlupe ab. Ein kräftiger Brassen, ließ sich ein Stück Frühschtücksfleisch schmecken. Wie man sehen kann, ist der Laichausschlag schon vorhanden. Wieder mal zwei Stunden nach der Arbeit ans Wasser und der Erfolg blieb nicht aus. Erneut habe ich interessante Erfahrungen gemacht, welche Handlungsabläufe ich unterlassen sollte, welche Abläufe ich verändern muss. Man lernt nie aus ! Leute ab ans Wasser, die Friefische sind aktiv.

 

        Verdrehte Zeit - Starkes Essen - Hoher       Wasserstand plus den verkackten Wind !

01.03.2020 Tach, was gibts Neues, rund um unser Hobby ? Es gibt Einiges. Wo fange ich an, natürlich beim Angeln. In den letzten eineinhalb Wochen war ich sehr oft am Wasser. Trotz hohen Wasserstand, begab ich mich an die Saale. Angelfreunde berichteten mir, dass in unseren Altärmen, schon kapitale Brassen gefangen werden. Ich weiß, dass im Fließwasser , die Fangchance deutlich größer ist. Irgendeine Stelle suchen, wo das Wasser unter diesen Umständen, etwas ruhiger läuft, Kehrströmungen aufsuchen. Fanggarantie gebe ich ich euch nicht, warum ? Anfang dieser Woche, nach der Arbeit ging es los. Meine Topköder, ne fette Flocke, Frühstücksfleisch und Schweineleber. Die Fische haben für die momentanen Umstände gut gebissen. Brassen, Güster, Döbel gingen an den Haken. Nicht mit der Feederrute, ne eine Posenmontage auf Grund abgelegt, nicht mal einen Meter vom Rand  ist fängig. Beim ersten Tag startete ich mit acht, neun Fischen, in zwei Stunden. Das war der Hammer. Dann ging es abwärts. Trotz konstanter Wettwerlage, wurden es pro Tag ein, zwei Fische weniger. Bis ich am gestrigen Tag eine Nullrunde hatte. Der Wind hatte am gestrigen Tag gedreht und war trotz 8 Grad, schweinekalt. Trotz allem, will ich mich nicht beschweren. Für diese Jahreszeit, habe ich gut gefangen. 

Jedoch weicht das Beißverhalten, deutlich von den Vorjahren ab. War ich in den letzten Jahren um diese Zeit unterwegs, war so gut wie kein gefangener Döbel unter 50 cm. Normal müssten jetzt nur die Kapitalen der Art beißen. Das machen sie aber nicht. Der Durchschnitt bezieht sich auf 30-45 cm. Es geht kein Schieber an den Haken. Warum ist das so ? Ist es die wärmere Temperatur, der Wasserstand ? Ich kenne diese Verhältnisse, bis der Döbel aussetzt mit beißen. Das passiert allerdinds erst immer Ende April. So stehe ich vor einem Rätsel.

Womit habe ich mich noch beschäftigt ? Mit dem Essen im Dutch Oven und die Zubereitung auf der Grillplatte. Ich kann euch sagen, dass ist der Knaller. Alle meine Freunde, waren positiv überrascht. Die Zubereitung ist einfach und extrem schmackhaft. Die Leute waren so überzeugt, dass sie sich die Produkte zur Zubereitung, selbst zugelegt haben. Ich bin gerade am Erarbeiten, neuer Seiten, unter der Rubrik Rezepte. Wird allerdings noch ne Weile dauern. Dann habt ihr schon einmal einen Einblick. Ich muss auf den passenden Seiten noch alles verteilen und zuordenen, damit aus meiner Sicht alles passt. Zum Meckern habe ich natürlich auch etwas. Niederlegen werde ich dies heute nicht. Ich habe einfach keinen Bock mich aufzregen.

Bis demnächst, bleibt bloß gesund, Stefan 

Jeden Tag andere Verhältnisse

08.03.20 Der hohe Wasserstand, erschwert das Angeln am Fluss enorm. Beruhigte zonen im Fluss zu finden, ist nicht einfach. Wenn diese gefunden, heißt das nicht Fanggarantie. Man kann wirklich sagen, jeden Tag sind die Verhältnisse unterschiedlich. Einmal befinden sich nur winzige Fische am Platz, welche  jeden Köder systematisch kleinfressen. Dann kommen an einem Tag Fische um die 25 cm. Am Folgetag hat man mal eine Nullrunde. Einmal beißen die Fische nur auf treibende Montage, einmal nur auf abgelegte Montage. Ein Beispiel, ich fischte eine Stunde mit einer treibenden Montage. Mit dem Ziel den Fisch innerhalb einer gr0ßen Fläche zu finden. Nicht ein Zupfer war wahrzunehmen. Legte ich die Montage auf Grund ab, folgten innerhalb von zwei Minuten, zwei Bisse. Plus anständige Fische, welche am Haken hingen. Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht. Ich schiebe jegliche Schuld auf den Wind, welcher aus verschiedenen Richtungen tobte. Gestern hatte ich einen warmen Rückenwind, aus nordwestlicher Richtung. Drei schöne Fische habe ich gefangen.

09.03.20 Heute morgen waren gleiche Verhältnisse, als am gestrigen Tag. Ich fuhr nach der Arbeit, mit meiner Freundin ans Wasser. Ich war voller Hoffnung. Der Wind kam heute aus einer anderen Richtung. Bei milden 12 Grad, fühlte er sich eisig an. Mütze, Thermosachen waren am Start. Aus meinen Erfahrungen, ganz schlechte Bedingungen. Und so war es auch. Eine schöne Brassen wurde gleich am Anfang gelandet. Das war es dann aber auch. Die Umstände wurden immer mieser. Sturm zog auf, gefühlte minus 5 Grad. Wir brachen das Angeln ab.

10.03.20 Starker Wind, Sturm war angesagt. Nach der Arbeit ging es los. Am Wasser war es nahezu windstill. Auf Grund konnte ich nichts ablegen. Mengen  kleiner Fische, knabberten meinen Brotköder ständig ab. Ich wechselte die Stelle, ließ meine Pose treiben. Beim zweiten Wurf, zog die Pose ab und ein straffer Döbel hing am Haken. Das war der einzige Fisch. Ich war auch nur eine Stunde am Wasser.

11.03.20 Sturmwarnung, vor der Arbeit ab ans Wasser. Es war erneut fast windstill. Ich hatte einen Biss, welchen ich verkloppte, Schneidertag.  Übrigens, es blieb bei der beruhigten Wetterlage.

Fazit: Weiterhin jeden Tag eine andere Wettersituation. Auf den Wetterbericht ist momentan selten verlass.

17.03.20 Die Welt spielt verrückt. Hektik, Ängste, Chaos gehören zum alltäglichen Ablauf. Auf irgendeiner Weise, sind wir alle davon betroffen. Ein Grund mehr, angeln zu gehen und wenn es nur für zwei Stunden ist. Ich begab mich erstmalig dieses Jahr ans Stillwasser. Am gestrigen Abend, war ich mit dem Fahrrad unterwegs und konnte wahrnehmen, dass sich einiges an der Wasseroberfläche tat. Die Temperaturen sprechen ja dafür. Die Montage relativ leicht gewählt, eine 20iger, 22iger als Monofile. Die Bisse verliefen mehr als vorsichtig. Die Pose zog im Schneckentempo seitlich ab. Die ersten zwei Plötzen, konnte ich somit überlisten. Ich beködert einen Haken  mit Maden. Die Pose zog ab. Ich rechnete mit einer Brasse. Da startete der Fisch in die Flucht. Es konnte nur ein Karpfen sein. Mit diesem hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet. Im verasteten See, konnte ich ihn sicher landen. Mit meiner Matchrute, war das schon eine Freude. Ich traf noch zwei Angelfreunde, mit denen ich mich einfach mal über andere Themen unterhalten konnte, als über jenes, welches die Welt im Chaos hält. Gegenseitig unterstützt wurde ebenfalls. Eigenschaften, welche Momentan in unserer Gesellschaft verloren gehen. Auf der Seite für Rezepte, habe ich angefangen, das Prinzip Grilltonne zu beschreiben. Da könnt ihr schon reinschauen. Ein bisschen muss sie noch verfeinert werden. Ansonsten, werde ich die lomplette Homepage updaten. Viele Prozesse, welche ich niedergelegt habe, möchte ich genauer umschreiben. Bilder, mit besserer Qualität werden hinzugefügt.

06.04.20 Zack, da war erneut ein Temperatursturz. Die stehenden Gewässer waren wieder zugefroren. Also, blieb mir nichts anderes übrig, weiterhin am Fließgewässer anzugreifen. Ich muss sagen, wir haben sehr gut gefangen. Kapitale Alande, Döbel waren Trumpf. Auch wenn nicht jeden Tag das Beißverhalten gleich war. Waren die Temperaturen im einstelligen Bereich und der Ostwind wehte kräftig, bissen die Fische. Flachte der Wind ab und wehte von West, schränkte sich das Beißverhalten ein. Laut Wetterverhältnisse, müsste es eigentlich umgedreht sein. Dann stiegen die Temperaturen an. Ich beschloss einen Ansitz am Stillwasser durchzuführen. Es bewegte sich gar nichts. Die Köder sahen nach drei Stunden noch unversehrt aus. Also, gings wieder an den Fluss. Ein Tag um die 20 Grad,  veränderte die Aktivität der Fische deutlich. An der Wasseroberfläche  war Bewegung warzunehmen. Brassen, Plötze, waren Beifang. Durch die  anhaltenden warmen Temperaturen, wird die Beißfreudigkeit in unseren stehenden Gewässern zunehmen. Wichtig sind auch die angenehmeren Nachttemperaturen, im einstelligen Bereich.

Ich sah nach Verlassen meiner Angelstelle einen Karpfenangler. Nach dem morgendlichen Aufstehen, bewaffnete er sich mit ein paar Handschuhen und einen blauen Sack. Er sammelte den hinterbliebenden Müll anderer Angler auf. Ich kenne diese Angelstelle schon seit Jahren, welche regelmäßig stark vermüllt ist. Beiderseits sprachen wir unser Unveständnis aus. Dieser junge Mann, war für mich der Held der Woche.

26.04.20 Vor zwei Wochen haben wir im Fließwasser, noch einmal richtig abgeräumt. Kapitale Döbel, große Plötzen, Alande waren dominant. Die Tage wurden immer wärmer, der Wasserstand sank, das Wasser extrem klar. Das Beißverhalten im Fluß ging zurück, bis hin zum Schneidertag. Ich begann, am See anzugreifen. Die Fische sprangen mir nicht an den Haken.  Edliche kleine Rapfen fing ich im Altarm, mittlere Karpfen, vereinzelt eine Brasse, Giebel. Was mich bis zum heutigen wundert, wir fingen nicht eine Plötze, Rotfeder, jeglichen Kleinfisch. Dann kam es ganz hart. In den letzten eineinhalb Wochen, versuchten wir alles. Wir angelten in verschiedenen Altarmen, zu allen Tageszeiten. Nicht einen Fisch haben wir gefangen, nicht einmal ein Anfasser war zu vermerken. Der Wind wehte aus östlicher Richtung, zeitweise eiskalt. Das ist schon deprimierend, wenn man 5 mal einen Ansitz tätigt, ohne jeglichen Erfolg. Heute, dass erste mal Westwind und siehe da, der Erfolg blieb nicht aus. Das tat gut, erfolgreich zu sein. Das Ende der Schonzeit naht. Endlich kann ich mit der Spinnrute, meine Gewässer umlaufen. Ich freue mich extrm darauf.

08.05.20 1. Mai, es ist 6:00 am Morgen. Der Wecker klingelt, rein in die Klamotten und ab ging es ans Wasser. Die Raubfischutensilien waren am Vortag schon gepackt. Ich kam an meinem ersten Spot an. Ich war der einzige Angler am Gewässer. Aufregung machte sich in mir breit, das Andrenalin stieg an. Sicher, der erste Hecht wird in kürze einschlagen. Zwei Stunden vergingen, ohne jeglichen Kontakt. Ich fing an zu zweifeln. Ein zweites Gewässer wurde angesteuert. Auf dem Weg zu diesem, hielt ich an einem Altarm. Eine Invasion von Spinnanglern konnte ich wahrnehmen, angereist aus sämtichen Landkreisen. Aus Gesprächen erfuhr ich, dass ein untermaßiger Hecht unter allen Anglern gefangen wurde. Ich kam an meinem Zielgewässer an. Erneut war ich der einzige Angler. Ich tätigte mehrere Würfe, ohne Erfolg. Der Köder wurde gewechselt. Da kam der erste Einschlag. Der Fisch inhalierte den kompletten Köder. Im Schlund war ein Drilling komplett verhakt. Ein Lösen war nicht möglich. Ordnungsgemäß wurde der Hecht getötet. Ein guter Nachbar, wird sich über diesen Fang freuen. Dann folgten Schlag auf Schlag vier weitere Hechte. Abbruch und ab ging es auf Arbeit. Die folgenden Tage begab ich mich täglich ans Wasser. Ich hatte null Erfolg. Viele meiner Angelfreunde verblieben ebenfalls erfolglos. Selten wurde ein kleines Exemplar gefangen. Ehe ich erneut Schneider ging, nahm ich mit eine Rute, ein Toastbrot und setzte mich mit geringsten Aufwand an die Saale. Große Plötzen, Brassen, mittlere Döbel habe ich gefangen. Der Mittag nahte und das Beißverhalten stellte sich ein. In fast allen Gewässern steht die Wasseroberfläche still. Nur selten ist Aktivität wahrzunehmen. Es wird wohl die nächsten Tage nicht besser werden. Die Temperaturschwankungen werden keinen positiven Einfluß nehmen.

                                        Ich muss schnellstmöglichst ein frisch gezapftes Bier trinken.

                                      Hoffentlich kehrt schnell Normalität ein !!

16.05.20 Es war Sonntag, der letzte schöne Tag vor den Eisheiligen. Ich begab mich an einen Saalealtarm. Die Karpfen und Giebel waren beim Laichen. Es war ein Schauspiel. Teilweise sind die Karpfen an das Ufer gesprungen, sodass man diese wieder einsetzen musste. Das diese eingeschränkt beißen oder garnicht, war mir somit klar. Zwei Brassen konnte ich noch landen, kein Schneider. Die Eisheiligen sind auf den Tag genau angebrochen. Kalte Nächte um den Gefrierpunkt waren zu vermerken. Klar, legt sich dies auf das Beißverhalten der Fische nieder. Bezüglich Friedfisch im Stillwasser ging nahezu nichts. Der Raubfisch springt uns auch nicht an den Haken. Gerade an den letzten Tagen, verblieb dieser komplett aus. Ich beschloss, einfach eine Rute zu nehmen und mich gemütlich an die Saale zu setzen. Ich suchte mir windgeschützte Zonen. Selbst bei einer leichten Briese, fühlte sich dieser eiskalt an. Quer durch den Gemüsegarten wurde alles gefangen. Keine Riesen, aber in der jetztigen Situation besser als eine Nullrunde. Ich habe auch Infos von kapitalen Karpfen, Welsen und Hechten erhalten. Glück für die Personen, welche sie am Haken hatten. Die Temperaturen steigen wieder, die Nächte werden lauer. Es wird bald deutlich aktiver am Wasser werden.

05.07.2020 Hallo liebe Angelfreunde, lange habe ich mich nicht gemeldet. Das lag daran, dass ich im Urlaub war und die Arbeit hatte mich auch voll im Griff. Anfang Juni liefen noch einige Hechte. Ein ü 90er war auch mit am Start. Die ersten Aale wurden gelandet. Das Beißen der Friedfische hält sich bis zum heutigen Tag in Grenzen. Ehe ich jetzt alles detailliert beschreibe, gibts mal eine Geschichte aus dem Urlaub.

Ich war wie jedes Jahr an der Havel zum Angeln. Unsere Unterkunft lag an einem kleinen See, verbunden durch edliche Stiche, Teiche bis hin zu den Havelnseln. Das Gewässer war mir bekannt. Jedoch war ich noch nie im Juni an diesem Ort. Voller Kampfesgeist und fangsicher bereitete ich meine Ruten vor. Einen fetten Tauwurm angeködert und die erste Schleie sollte bald am Haken hängen. Denkste, mein Waggler landete im Wasser und legte sich bei niedrig eingestellter Tiefe. Ich holte die Montage ein. Ein schweres, kraftvolles Einziehen war wahrzunehmen. Es hing ein fettes Bündel Kraut am Haken. Mehrere Stellen warf ich an und an jeder Stelle das gleiche Ergebnis. Ein Angeln war nahezu nicht möglich. Für mich brach eine Welt zusammen. Der See direkt vor der Tür und ich kann nicht angeln. Am Nachbargrundstück füllte ein Angler seinen Kahn mit Massen an Kraut, welches er mit einer Harke vom Grund zog. Ich überlegte, dachte nach. Die Lösung lag ziehmlich nah. Wie oft angele ich in meiner Heimat, ca. einen Meter vom Ufer und lande super Fische. Die Mission stand also. Auf ein, zwei Quadratmeter, warf ich immer wierder meine Angel in das Wasser, solange bis ich nahezu den Großteil vom Kraut entfernt hatte. Mit einer Rute war nun das Angeln, kurz vom steg eingeschränkt möglich. Ich wusste von einem sehr guten Bestand von Rotfedern, in einer anständigen Größe. Und so war es auch. Eine Rotfedern nach dem anderen hing am Haken. Es machte unheimlichen Spaß. Ich unterbrach immer mal das Angeln und startete neu. Irgendwie muss ich doch an die besseren Fische herankommen ? Ich legte meinen Köder auf den Grund, mal einen halben Tauwurm, mal ein Madenbündel, montiert auf einem 10er Haken. Ich nahm mir vor mehrere Stunden konzentriert zu angeln. Irgendwann nach edlichen Rotfedern, muss doch mal ein anständiger Fisch an den Haken gehen. Und meine Taktik ging voll auf. Da hing er am Haken, mein größter gefangener Giebel, ein Prachtexemplar. Die Rute hochgehalten, konnte er nicht in das Kraut fliehen. Ich hielt einen kapp 50er Giebel in der Hand, ein wunderschönes, hochrückiges Tier. Immer wieder fütterte ich meine zwei Quadratmeter. Und es folgten über die Tage super Fische. Schöne Schleien, gigantische Karauschen, große Rotfedern und noch ein mittlerer Karpfen. Alles auf ein 20er Monofilen und einen kleinen Haken. Die Dämmerung brach herein. An keinem Tag biss ein Fisch in der Dunkelheit, obwohl beste Bedingungen waren. Obwohl stark eingeschränkt konnte ich und meine Freundin, doch noch einige schöne Exemplare an Land ziehen. Die Bilder seht ihr unter diesem Text.

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© Stefan Strauch