Willkommen im Jahr 20210

Ich wünsche allen Lesern, Angelfreunden, ein gesundes neues Jahr, sowie erholsame Tage am Wasser und  optimale Fänge.

Kein Döbel unter 50 cm

Wer einmal einen kapitalen Döbel fangen möchte, dafür ist jetzt die richtige Zeit. Döbel unter 50 cm, beißen selten. Ihr benötigt nur eine Rute, Köder, etwas Zubehör. Sucht euch am Fluss, bei uns die Saale bzw. Nebenflüsse, strömungsberuhigte Zonen. Der Fisch hält sich zwei, drei Meter vom Rand auf. Mit einem schwebenden Köder, könnt ihr den Fisch suchen. Die Pose mit dem Köder einfach treiben lassen. Treibt der Köder am Fisch vorbei, wird er zuschnappen. Den Köder auf Grund legen, ist ebenfalls eine zuverlässige Methode. Wichtig, um diese Jahreszeit, bietet dem Fisch, so wenig Wiederstand wie möglich. Ich bevorzuge um diese Jahreszeit, Leber oder Frühstücksfleisch. Flocke geht auch immer. Nicht selten, hängt der Fisch, nach dem ersten Wurf am Haken. Es kann auch einmal ein, zwei Stunden dauern, bis die Pose abtaucht. Geduld bringt auf jedenfall Erfolg. Der Hecht beißt sehr Verhalten. Stunden, mit der Spinnrute unterwegs bringt einen, selten zwei Fische an den Haken. Schneidertage sind keine Seltenheit. Die momentane Wetterlage, läd zum Räuchern ein. Mein Räucherofen qualmt jeden Tag. 

 

24.01.20 In den letzten Jahren, haben ich folgende Erfahrung gemacht. Gibt es über mehrere Tage ein stabiles Wetter und das Temperaturen um die 10 Grad, beisst der Hecht immer, bezogen auf die jetztige Jahreszeit. Drei bis vier Hechte an einem Vormittag, waren keine Seltenheit. Ich beangelte genau diese Gewässer, in welchen ich die benannten Erfahrungen sammelte. Ich fing in diesen Gewässern keinen Hecht. Wir wichen auf andere Gewässer aus. Wir haben Hechte gefangen und es waren gute Exemplare dabei. Thomas hatte Glück, mit einem Meterexeplar. Besser kann das neue Jahr nicht starten. Für diese Fische mussten wir aber auch werfen, werfen, werfen. Wir angelten mit schweren Ködern, bis 100g. Wenn man diese einige Stunden betätigt, fangen Muskeln und Bänder an zu schmerzen. In den letzten Tagen, stellte ich den Döbel hinterher. Nie verblieb ich erfolglos. Einmal begab ich mich nach der Arbeit, an die Saale. wohlwissend, dass ich noch knapp eineinhalb Stunden Licht hatte. Vier schöne Exemplare hingen am Haken. Denkt nicht, die kämpfen trotz kalter Temperaturen nicht. Die Fische geben alles. Auf eine mittelschwere Matchrute, macht diese Angelei einen riesen Gaudi. Während ich angelte beobachtete ich meine Umgebung und habe viel gelernt. Warum, wie und wo der Fisch steht. Zwei Kinder lehnten sich über ein Geländer. Diese tätigten laute Ausrufe. Sie beschrieben Mengen von Fischen in allen Größen. Die Jungs bekamen sich gar nicht mehr ein. Am Folgetag begab ich mich selbst zu dieser Stelle. Lasst euch sagen, sowas habe ich noch nie gesehen. Tausende, wenn nicht hunderttausende Fische, ein gigantisch riesiger schwarzer Teppich. Hauptsächlich bestehend aus Döbeln, in den tieferen Schichten, kapitale Döbel und Brassen. Ich bin nicht wieder geworden. Wer sich jetzt selbst ein Bild machen möchte, der begebe sich an die Bernburger Fußgängerbrücke und schaue mal nach unten, auf der Seite, Richtung Bergstadt. Schaut euch dieses Schauspiel bitte an, es ist irre.

Was für ein schöner, beschissener Angeltag.

08.02.20 Was für ein super Wetter, dachte ich mir, an meinem freien Tag. Die Sonne scheint, die Temperaturen knapp über Null. Mittags sind elf Grad angesagt. Am Vortag habe ich schon alles vorbereitet, um den Hecht nachzustellen. Ich fuhr das erste Gewässer an. Vereinzelt waren kleine Eisschollen wahrzunehmen. Kurzes Abangeln und es ging an ein größeres Gewässer. Sicher, dass die Oberfläche vom Eis befreit ist. Ich zog meine warmen Sachen an, begab mich in Richtung See. Ich erstarrte, der ganze See war zugefroren. Planänderung, ab ging es nach Hause. Raubfischutensilien abgeladen, alles um einen Döbel zu angeln eingepackt. Ich fuhr an die saale, an eine meiner bekannten Stellen. Mist, der Wasserstand hat enorm zugenommen. Die Strömung war sehr stark, ein Angeln kaum möglich. Jetzt wurde der Hals aber dick. Ich entschied mich für Variante drei. Alles wieder eingepackt und ab ging es an eine strömungsarme Stelle. Ich hatte zwei gute Abzüge. Leider konnte ich keinen Biss verwirklichen. Immer wieder überraschen mich die Menschen, welche auf einem kilometer langen Flußverauf, gerade meine Angelstelle auswählen, um Enten zu füttern. Wirfst man ein Stück Brot in das Wasser, sieht das eine Ente, aus weitester Entfernung. Ich sage euch, in zehn Sekunden ist diese am Futterplatz. Somit hatte ich ein Bataillion Enten in kürzester Zeit am Angelplatz. Zusätzlich wurde es noch stürmisch. Dieser war verantwortlich für Verwicklungen auf meiner Spule. Ich packte meine Sachen zusammen und es ging nach Hause. Ich machte noch einmal einen Abstecher, an das besagte gefrorene Gewässer. Dieses war nun vom Eis befreit. Der kräftige Wind, hat wohl dazu beigetragen. Was war vor diesem Tag ? Ich möchte mich nicht beschweren. Ich habe für diese Jahreszeit, echt gut gefangen. Döbel, Aaland, Hecht gingen ans Band. Nächste Woche setzt die Schonzeit ein. Ein Stück Lebensqualität, wird dann verloren gehen. Jedoch ist es auch gut so. Das Spinangeln, findet immer mehr Anhänger. Jetzt haben die Hechte endlich mal ein bisschen Ruhe, welche sie auch dringend benötigen.

                                   Scheiß Sturm

20.02.20 Stehe ich am Abend auf meinem Hof, höre ich die Gänse, welche aus dem Süden in Richtung Heimat fliegen. Unser Auenwald ist gesäumt, mit Teppichen von Schneeglöckchen. Der Frühling klopf mit milden Temperaturen an. In Verbindung mit den Temperaturen, weht ein ständiger, kräftiger Wind. Dieser macht es uns Anglern nicht einfach, bzw. nicht möglich unser Hobby auszuüben. Dennoch begab ich mich ans Wasser. Es musste nach einer knapp zweiwöchigen Sturmauszeit, unbedingt sein. Ich hatte schon Entzugserscheinungen.  Ich kam an meinem Spot an. Baute mein Dreibein auf. Die erste Rute wurde bestückt, mit einer fetten Flocke und zu Wasser gelassen. Für einen kurzen Zeitraum wandte ich mich ab. Ich hatte meine Pose nicht im Blick. Ich beköderte meine Zweite Rute, als es hinter mir krachte. Das Dreibein war zu Boden gerissen. Meine Angel schoss in Richtung Wasser. Gerage noch so, konnte ich das hintere Stück meiner Rute greifen. Der Fisch pfiff los. Der Drill gab ein geiles Geräuch. Leider schlitzte der Fisch aus. Alles passiert in Bruchteilen von Sekunden. Ein kurzer Schock ging durch meinen Körper. Es folgten mehrere Döbel zwischen 30-40cm. Dann kam ein kalter Wind. Kein Biss war mehr zu vermerken. Ich wartete und gab nicht auf. Die Dämmerung brach herein. Da tauchte die Pose in Zeitlupe ab. Ein kräftiger Brassen, ließ sich ein Stück Frühschtücksfleisch schmecken. Wie man sehen kann, ist der Laichausschlag schon vorhanden. Wieder mal zwei Stunden nach der Arbeit ans Wasser und der Erfolg blieb nicht aus. Erneut habe ich interessante Erfahrungen gemacht, welche Handlungsabläufe ich unterlassen sollte, welche Abläufe ich verändern muss. Man lernt nie aus ! Leute ab ans Wasser, die Friefische sind aktiv.

 

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© Stefan Strauch