Rute raus der Spaß beginnt

Seit kurzem bin ich im Besitz eines Fernsehers mit Smart TV. Endlich Angelsendungen schauen, so viele ich möchte. Angelfreunde berichteten mir immer wieder von der Sendung, Rute raus der Spaß beginnt. Diese kommt Sonntag vom NDR, 14:00. Ich glaube ich habe sie einmal gesehen. Mit den heutigen Möglichkeiten, schaute ich über You Tube ein, zwei Folgen auf dem neuen Fernseher. Schnell wars um mich geschehen. Dieses Format  ist der absolute Knaller. Diese Sendung lässt jegliche Sorgen, den Alltagsstress vergessen. Ob  Witz, Spannung, Unterhaltung, hier wird alles geboten. Mißgeschicke werden nicht herausgeschnitten, sondern sind ein wesentlicher Bestandteil der Sendung. Bei mir ist es ja nicht anders. Auch mein Kunsköder hängt mal im Baum. Wenn mich da jemand beobachtet wie ich diesen lösen möchte, derjenige hat bestimmt was zu lachen. Klar bin ich schon im Matsch stecken geblieben, ins Wasser gefallen, habe Ruten durch Unachtsamkeit zerbrochen, irgendwelche Gegenstände aus dem Wasser gezogen, ein Haken wurde ein Piercing und vieles mehr. Angeln verläuft selten in Perfektion. Und genau das wird in dieser Sendng wiedergespiegelt. Und dann kommen noch die blöden  Kommentare. Wenn ich unter Angelfreunden am Wasser bin, ist das nicht anders. Da hagelt es solche Sprüche teilweise am laufenden Band. Das anschließende Kochen nach dem Angeln in jeder Folge sucht seinesgleichen. Also, wenn ihr mal ein bisschen Psychohygiene benötigt, schaut euch diese Sendungen an !

Angeln ist  in allen Belangen, eine Bereicherung !

 

31.10.18 Vor einigen Jahren war zur Mitgliederversammlung, der Aufbau einer Jugendgruppe im Gespräch. Thomas und ich erklärten uns bereit diese aufzubauen und zu leiten. Ein Freund, ebenlalls Angler kam auf uns zu. Dieser arbeitet, so wie wir in einer sozialen Einrichtung. Er hat in seiner Einrichtung eine Angel AG gegründet und benötigt hierfür unsere Unterstützung. Dazu gehörte die Aufnahme der Jungs im Verein. Aus Erfahrungen, stand meine Meinung schnell fest. Das machen wir nicht ! Bilder von frechen Jungs, welche jegliche Normen und Werte nicht befolgen wollen, tanzten in meinem Kopf. Na ja, wie das so ist, besinnt man sich und überlegt die ganze Sache noch einmal. Wir fassten Vertrauen und starteten durch. Und lasst euch sagen, bis zum heutigen Tag, hatten wir nicht eine negative Erfahrung mit den Jungs ,auch Mädchen. Die Faszination einen Fisch zu landen, lässt wohl jegliches Fehlverhalten schwinden . Wohl, haben diese mehr Anstand, als jene Menschen, welche im Anzug an uns vorbei laufen und ihre ausgetrunkene Flasche, über uns, in Richtung Fluss werfen. Nicht selten kommen Familien an uns vorbei. Die Kinder bleiben verwundert stehen: " Gucke mal ein Angler. Ich möchte auch mal angeln ! "  Teils kommen die Kinder auch zu uns und stellen Fragen. Wir sind wohl die Letzten, welche sagen: " Hau ab ! " Oft sind es die Angehörigen, welche die Kids wegziehen. Kein Geld, Ekel, Tierquälerei, Hygiene wird den wollenden Petrijüngern verdeutlicht. Ich hatte mal ein kleines Mädchen neben mir sitzen. Ich baute meine Angel um, leichte Pose, kleiner Haken. Das Mädchen hatte Interesse und noch dazu Begabung am Angelsport, wie selten gesehen. Hinter mir saßen die Eltern, rauchend, trinkend. Ich verdeutlichte die Jahresgebühr von 32 Euro. Ich wollt nicht wissen, was die Eltern antworteten. Fakt ist doch, dass jegliche Ausübung von Hobbys, welche abseits von den modernen Medien stattfinden, den Horizont bei Kinden und Jugendlichen, auch bei Erwachsenen erweitern !!  Und noch ein Erlebnis kann ich beitragen. Es ist Oktober 2018. Ich stand an der Saale , Zielfisch der Döbel. Von weiten sah ich einen Jugendliche. Dieser begab sich in meien Richtung. Mein Instinkt sagte mir, er steht gleich neben mir. Und so war es auch. Er bergrüßte mich mit einem feundlichen Petri. Er fing an zu erzählen. Berichtete, er sei auch Angler, wo er herkommt und vieles mehr. Im Gespräch erfuhr ich, dass er in einer sozialen Einrichtung wohnt, sei noch nicht lange in Bernburg. Der Bengel war für mich nicht anstrengend. Im Gegenteil, es hat mir Freude bereitet, mich mit ihm zu unterhalten. Er half mir, wenn ich mich im Geäst verfangen hatte, unterstütze mich in meinem Handeln. Er berichtete, dass er sich mit seien Erzieher immer eine Tageskarte holt, leider auch schwarz angelt. Ich bat ihm an, unserer Jugendgruppe beizutreten. Er bedankte sich und wir verabschiedeten uns mit einem Händedruck.

Schaut euch diesbezüglich dieses Video an. Ich glaube er spricht allen ehrenhaften Anglern aus der Seele.

 Wir schreiben das Jahr 2030

In Ganz Deutschland ist das Angeln verboten !

In ganz Deutschland ?

Nein, auf einem kleinen Fleckchen unserer Heimat, ist das Angeln unter Einschränkungen möglich. Das Angeln in den Häfen, vom Kutter, von den Seebrücken, kennt man nur noch von Bildern, oder von Geschichten, welche die Älteren am Stammtisch erzählen.

Und so könnte das  übertrieben aussehen.

Eine kleine Gemeinde X erstellt einen Fleyer, um Touris in ihr Städtchen zu bekommen.

" Liebe ehemalige Angelfreunde, willkommen in unserer naturbelassenen Umgebung. Hier könnt ihr noch einmal in euren Erinnerungen schweben. Leider könnt ihr diese hier nicht mehr so erleben, wie vor zwanzig Jahren. Wir geben uns aber Mühe, es so originalgetreu wie möglich zu gewährleisten. Die heutigen Gesetzmäßigkeiten müssen wir jedoch beachten.

Kommen sie mit auf einem Floß aus Totholz, getrockneten Flechten und Gräsern. Angeln sie ohne Haken mit Veganen Ködern auf ihren Traumfisch. Leider werden sie nichts fangen. Dabei sein und über alte Zeiten sprechen, hebt den Wunsch, einen Fisch zu fangen auf. Um die Umwelt vor giftigen Dämpfen zu schützen, verwenden wir keinen gasförmigen Kocher. Zum Mittag erreichen wir die heißen Quellen. Von abgefallenen Brennesselblättern können sie sich einen warmen Tee brühen und eine warme Brennesselsuppe zubereiten. " u.s.w.

So weit wird es sicherlich nicht kommen. Aber wann hören die zunehmenden Einschränkungen auf. Sie werden nicht aufhören. Sie werden sich verschlimmern. In den monatlichen Angelzeitschriften werden immer wieder Verbote niedergelegt. Wir Bürger werden dazu nicht befragt. An den Teilen der Küste wird plötzlich das Angeln untersagt. Schon immer gehören Angler in dieser Region zum Postkartenmotiv. Der ganz böse Einwanderer, der Zander, muss aus einem Bundesland verschwinden, weil er hier angeblich nicht her gehört. Irgendwann aus Osteuropa eingeschleust wurde. Stimmen lassen lauten, dem Karpfen könnte ein ähnliches Schicksal drohen. Was ist hier los ? Wir sind glaube über 3 Millionen Angler in unserem Land. Wollen wir uns ein Hobby nehmen lassen, welches seit Gedenken der Menschheit als Notwendigkeit zum Nahrungserwerb dient und  zu unserem Kulturgut gehört ?

 

 

GERECHTIGKEIT ODER IDIOTIE ?

 Wie sicherlich keinen verborgen geblieben, dreht unsere Politik momentan am Rad. Nicht nur diese gleitet von der Wirklichkeit und Realität steilwärts ab. Mit Erschrecken erlese ich in unseren Fachzeitschriften, über die unverständliche Anzeigenvielfalt der Organisation Peta. Letztliches " Opfer ", war eine Karpfenanglerin, welche bei Marcus Lanz zu Gast war. Ich selbst verfolgte diese Sendung mit großem Interesse. Beeindruckend war, wie die Leidenschaft und der Respekt zum Hobby dargelegt wurde. Und dafür bekommt sie eine vor den Hals. Ich möchte klar stellen, dass ich mich von allen qualvollen Tiergeschichten distanzieren. Seit Gedenken sind Tiere unserer ständiger Begleiter. Ob als Haustier, als Nutztier oder zur Nahrungsaufnahme. Ist der Reiter auf seinem Pferd ein Tierquäler ? Ist der Hütehund oder Drogenhund, das Trüffelschwein ein undankbares Leben ausgesetzt ? Nein, denn ganau dafür sind diese Tiere da.  wie die Ente, welche ich im Januar bestellt habe, um diese Weihnachten zu verspeisen. Bin ich deswegen ein schlechter Mensch ? Unsere Vegetarier, Veganer akzeptiere ich auch, obwohl ich der Überzeugung bin, dass diese Art der Ernährung gesundheitsschädigend ist. Wir saßen einmal mit einer verbissenen Vegetarierin beim Festmahl. Ihre Philosophie wurde uns Fleischliebhabern verdeutlicht, sowie ihre Liebe zu Haustieren. Ein Mann, gelernter Fleischer, unterbrach das Gerede.  Er verdeutlichte die Umwelteinflüsse, welche die Haustiere ausgesetzt sind. Fühlt sich eine Hauskatze wohl, welche ihr ganzes Leben hinter dem Fenster nach den Vögeln schaut ? Lieber würde sie ihren Instinkten folgen und diese jagen, auf Bäumen klettern. Wie geht es dem Goldfisch, welcher sein ganzes Leben eine verschwommene Sichtweise im runden Aquarium hat. Der Wellensittich, welcher sich im Spiegel sieht und mit der Zeit systematisch verblödet. Also, wo fängt Tierliebe an, wann hört sie auf. Nicht selten hört sie da auf, wo sie anfängt !  Was ist eigentlich mit Tieren, welche Tiere fressen ? Darf der Shimpanse seine Kongurenz im Dschungel erschlagen ? Darf der niedliche Delphin seine Nahrung oder unerwünschte Artgenossen bis zum Tod " Quälen " ? Vielleicht versucht diese Organisation demnächst den Löwen das Essen von Steppengras beizubringen und der Orka bekommt eine Anzeige, weil er seinem Zögling zeigt, wie man eine Robbe durch die Luft schleudert. Spreche ich dieses Thema bei den Älteren an, stößt dies auf absolutes Unverständnis. Sofort werden Erinnerungen wach, als das Gefühl Hunger in der Kriegszeit bzw. nach der der Kriegszeit an der Tagesordnung war. Hat schon einmal einer darüber nachgedacht, warum es Hähnchen zu kaufen gibt, welche zu hundertprozent vegan sind. Ich könnte jetzt weiter machen, aber es ist Schluss !!

Geht man ordnungsgemäß und respektvoll mit einem Tier um, und wenn es die artgerechte Tötung ist, sprechen wir auf keinen Fall von Quälerei, sowie es diese Organisatin darlegt. Fakt ist mein Lamm in Rotweinsause ist ein Genuss , sowie die frisch geräucherte Forelle !

Zieht euch mal das Video rein, wirklich gut gesagt !

 

  Jan. 2018   Soeben komme ich von meinen Eltern. Gemeinsam schauten wir die Nachrichten. Ausbruch bzw. Entweichung von fünf Insassen aus dem geschlossenen b.z.w. offenen Vollzug wurde veröffentlicht. Anschließend wurde verdeutlicht, dass Ausbruch aus dem Gefängnis in Deutschland strafrechtlich nicht geahndet wird, weil jeder Mensch ein Bedürfnis  nach Freiheit hat. Aus meinen Berichten könnt ihr wahrnehmen, dass ich bei Verstößen gegen unsere Richtlinien bezüglich Angeln eine harte und gerechte Strafe fordere. Ich bin aber auch ein diplomatischer, fairer Mensch. Es wurden in der Vergangenheit Geldstrafen eingefordert für z.B. das Nichtmitführen eines Kugelschreibers am Wasser. Jeder Angler ist verpflichtet seinen Fang, welchen er mitnehmen möchte, nach Tötung sofort in das Fangbuch einzutragen. Ohne Schreiber schlecht möglich. Nehmen wir mal an, ich sage zur Kontrolle: " Ich setze doch alle Fische wieder ins Wasser ! " Das ist ebenfalls eine Straftat. Wir erinnern uns an einen Welsangler, Karpfenangler, welcher seine Fänge zurücksetzte  und dafür mit einer Strafe von ca. 500 Euro sanktioniert wurde. Aber dazu später noch einmal. Auf unserem Gewässerverzeichnis ist unten rechts ein kleines freies Feld. In dieses gehört deine Zugehörigkeitsnummer vom Verein. Nummer nicht darin, Geldstrafe kommt. Bis vor zwei, drei Jahren hat kaum einer davon gewusst. Da kam ein sturer Kontrolleur und patsch, Kohle raus. Aus meiner Sicht Idiotie auf hohem Niveau. Auch wenn man mal den Ausweis vergessen sollte, die Daten können unproblematisch abgerufen werden. Und jetzt das Paradoxe. Straftäter, ob Betrug, Raub oder Mord kommt für seine Flucht straffrei davon. Das ist ein  wahrliches Armutszeugnis.

Was macht unsere Fischereipolitik falsch ? Das kann ich euch sagen, weil viele unserer Nachbarländer aus meiner Sicht vieles richtig machen. In einem Land wird der Wels zum Fisch des Jahre ernannt und dementsprechend Schutzmaßnahmen ausgesprochen.  Im nächstem Land sprechen wir von einem Entnahmefenster. Ein Hecht hat das Mindestmaß und darf entnommen werden. Ab z.B 80 cm gehört er wieder in seinen Lebensraum. Viele Länder haben bei fast allen Fischen Mindestmaße. Warum wurden diese bei uns aufgehoben. Barsch, Rotfeder, Döbel und Co steht auf jedenfall ein Mindestmaß zu. catch und releace gehört in den meisten Ländern zum logischen Umweltverständnis und wird gefördert.

Und noch zum Schluss kommt die Fischereipolitik in der westliche Ostsee. Sicherlich, seit ihr diesbezüglich genaustens informiert. Windräder, Schleppnetzfischerei sind genehmigt, Versorgungleitungen werden auf dem Grund verlegt. Der einfache Angler beeinträchtigt den Bestand wohl geringstfügig, wenn überhaupt. Welcher Politiker entscheidet so schwach über diese Vorgehensweise. Logisches Verständnis ist wohl hier fehl am Platz. Das ist wie bei unserer Verteidigungsministerin. Vorher für Familien zuständig, keine militärische Erfahrung, soll sie nun unsere Streitkräfte führen. Das kann nicht hinhauen. Und genauso scheint es mit unserer Fischereipolitik. Weiter will ich mich gar nicht ausholen. Das schadet glaube meiner Gesundheit.

 

 

Fischereischeinprüfung = Autoprüfung ?

Ich weiß ja, dass die Fischereischeinprüfung nicht einfach ist. Es ist aus meiner Sicht auch ein Muss diese theoretische Prüfung auszuüben. Aber sind alle Inhalte wirklich notwendig ? Mit Sicherheit sind nicht alle Lerninhalte sinnvoll. 30 Stunden schulische Theorie, plus anschließender schriftlicher und mündlicher Prüfung sind Voraussetzung zum Erhalt. Ich durchstöberte eine Informationsseite bezüglich Fischereiprüfung. Ich übte einen Testbogen aus. Auf diesem waren Fragen zu ersehen, welche aus meiner Sicht vollkommen am Ziel vorbeigehen. Da war ne Frage zu erlesen: Wie alt wird der atlantische Stör ? Das ist mir vollkommen egal ! Es sei denn, ich sitze bei Günther Jauch auf dem Stuhl und nehme am Millionenquiz teil. Davon abgesehen habe ich diesen Fisch noch nie zu Gesicht bekommen und werde es wohl auch nicht. Alles erfolgreich bestanden gehts nun ans Wasser. Und jetzt, was ist jetzt, keine Ahnung hat der Neueinsteiger. Ich selbst Leiter einer Jugendgruppe, weiß genau wovon ich rede. Ein Angeln mit fünf Jugendlichen, kann schnell zum Arbeitstag werden. Ich liebe besonders folgende Frage, wenn ein Junge einen Köder anbringen möchte: " Können sie mal meine Angel halten ? " Statt diese zwischen die Beine zu nehmen oder auf der Stütze abzulegen. Selbst diese kleinen logischen Zusammenhänge gehören zum Grundwissen. Manche haben panische Angst eine Made anzuködern, bzw. einen Fisch anzufassen. Trotz intensiver Theorie fehlt wohl dieses Wissen und Erfahrungen. Auch Neueinsteiger im reifen Alter  kämpfen mit den gleichen Problemen. Sie erbitten meine Hilfe, wünschen meine Teilnahme. Keine Ahnung, wie man auswirft, wie ausgelotet wird, wie ein Knoten gebunden wird, wie ein Drill verläuft, und und und und. Dann hängt der Fisch am Haken. Problem, der Haken hängt nicht im vorderen Bereich vom Fischmaul. Ja, was machen wir denn jetzt ? Jetzt mal in meinem theoretichen Wissen nachblättern. Misst, es wird nichts gefunden ! Es fehlen auch komplett die logischen Zusammenhänge, wie zum Beispiel den Rollenbügel zu öffnen, wenn der Fisch im Kescher liegt. Den Fisch im Kescher nicht in der Waagerechten aus dem Wasser heben, bis der Kescherstock zum Flitzebogen wird. Aus meinen Worten kann man wohl wahrnehmen, dass ich einen praktischen Teil für notwendig erhalte. Aus meinen Erfahrungen kann Theorie und Praxis sehr gut miteinander am Gewässer vermittelt werden. In Zukunft wird sich noch viel verändern. Sollten also noch praktische Prüfungsvorschriften kommen, wird die ganze Sache ausgeprägter und natürlich kostenintensiver.  Da kommen wir fast schon dem Führerschein nah. Ein Ergebnis währe, 15 Theoriestunden, 15 Praxisstunden. Aber das ist ja alles nicht so einfach. Das entscheiden ja unsere Politiker, welche noch nie ne Angel in der Hand hatten und von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Zudem hat ja jedes Bundesland eine andere Haltungsweise zur Fischereipolitik.

IMMER SCHÖN AUF DEM BODEN BLEIBEN !

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 Ihr alle kennt die kapitalen Fänge aus den Angelzeitschriften oder Angelvideos. Was macht diese Wahrnehmung mit uns. Meiner Meinung nach verblödet sie uns. Klar, freuen wir uns auch über einen Kapitalen Fang. Aber wie lange müssen wir auf diesen warten. Wir Angler haben die Angewohnheit unsere Fänge schön oder schlecht zu reden. Mit Frühjahr beißen die großen Brassen. Stolz zählen wir die Fänge auf und die erlebnisreichen Drills an der weichen Rute. Wird anschließend ein kapitaler Döbel oder ein Hecht gefangen, rücken die Brassen schnell in den Hintergrund und verlieren jeglichen Wert. Wir betrachten diese als wertlos. Der Sinn vom Angeln wird verfälscht. Im Focus steht, den letzten Fang in seiner Wertung zu übertreffen, was irgendwann nicht mehr möglich ist. Dann kommen die geistreichen Fotos hinzu, auf denen im Hintergrund ein kleiner Kopf zu sehen ist. Im vordergrund füllt ein Fisch das Photo von links nach rechts aus. Schlammverschmierte Gesichter mit Kampfmimik und Angel zwischen den Zähnen sind nicht selten mit hartgedeuteten Überschriften zu ersehen. Fehlt nur noch der 30g Heinzer durch die Lippe oder ein paar Vorfächer in den Unterarm gehakt. Nicht selten kommt der Traumfang, wenn man ihn nicht erwartet. Dann gibt es da noch die Superpraler im Angelladen, welcher von sich soooo überzeugt ist. Keine Angelrute unter 200 Euro ist für ihn brauchbar. Meinungen anderer Angelfreunde werden nicht beachtet oder belächelt.  Es wird über Angelreisen berichtet, welche der Großteil nie erleben Wird. Über Fänge, da fällt Poseidon beim Zuhören ins Koma. Solche Arschlöcher gibt es wirklich und das Schlimmste ist, die merken es nicht!

Also Leute, betrachtet das Angeln aus einer gesunden Sichtweise. Selbst ich muss mich diesbezüglich disziplinieren.

SCHEISS DRECKSBRASSE !

 

Das Frühjahr beginnt und der erste große Brassen stellt sich in der Strömung quer. Wir freuen uns über den Fang. Mit weiteren Verlauf und Fängen verliert der Fisch an Wert. Es gibt richtige Brassenhasser-verachter. Klar ist der Schleim nicht immer das Angenehmste. Aber es gibt Methoden, so wenig wie möglich mit dem Schleim in Kontakt zu Kommen. Am Besten gleich im Wasser abhaken. Ich mag den Fisch. Man muß ihn nur zum Spaßfisch machen. Habe ich einen 150 g Futterkorb an der Angel oder er beißt an einer Strammen Rute habe ich geringfügigen Wiederstand zu erwarten. Eine mittelschwere Matchrute macht die Sache gleich ganz anders. Die Rute biegt sich wie ein Flitzebogen. Im Fließwasser verschärft sich diese Methode noch einmal. Oft ist eine Brasse besser als gar kein Fisch. Im Süden oder Norden erhält der Fisch eine ganz andere Qualität. Ich sah neulich einen Bericht aus der bayrischen Region, wo dieser Fisch zu Weihnachten gereicht wird. Im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte nahm ich ihn geräuchert zu mir. Der Fisch wurde uns unter einem anderen Namen gereicht. Wir waren begeistert. Wir begaben us zum Fischer und fragten nach. Gezeigt wurde uns ein Brassenfilet, welches bis auf die Haut mit einem Grätenschneider eingeschnitten war. Es war eine Delikatesse.

Eigentlich gibt es keine scheiß Fische, sonst würden wir unser Hobby verfehlen.

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© Stefan Strauch