Die richtige Vorbereitung

Das Spinangeln hat einen eindeutigen Vorteil. Kescher, Rute, Ködertasche oder Rucksack in die Hand und ab geht es ans Wasser. Bei einem Ansitz sieht die Welt gleich ganz anders aus. Aus langjährigen Erfahrungen, kann ich nur einen Hinweis geben. Packt alles ordnungsgemäß einen Tag vorher. Kurz vor der Abfahrt, dass bringt null Punkte. Am Vorabend noch einmal unterwegs gewesen, nach dem Klingeln vom Wecker noch einmal umgedreht, lässt manches wichtige Utensil vergessen. Nicht selten habe ich alles aufgebaut. Dann kam der Schlag, Kescher vergessen. Für den einen oder anderen mag das nicht tragisch klingen. Nicht selten, kommt der Fisch an den Haken, wo ein Kescher unablässlig ist. Kescher ist für mich die oberste Pflicht. Hakenlöser vergessen, Köder im Kühlschrank, Stuhl im Schuppen, alles schon passiert. Bei längerer Anfahrt zum Gewässer ist das gr0ßer Mist. Die Vorbereitung ist bei mir logistisch feinstens ausgeprägt. Bei mir liegen fertige Boxen, indem für die passende Angelei alles ordnungsgemäß einsortiert ist. Eine kleine B0x 30x10 reicht da vollkommen aus. Man muss nicht den sperrigen Angelkoffer mit sich führen. Als erstes kommt der Futtereimer dran. Futter, Köder rein, plus den absolut wichtigen Lappen, zum Reinigen der Hände. In den oberen Teil des Eimers passt die Box mit den Kleinteilen, Messer, usw. Auf den Eimer kommt ein Zettel, mit dem Hinweis , die Köder aus dem Kühlschrank nicht zu vergessen. Regenanzug ist fast immer dabei, sowie Abhakmatte und Trinken. Alles rein in den Rucksack. Futteral mit Kescher, Stützen, Ruten auf den Boden gelegt. Eine Liste zum Abhaken der Gerätschaften ist auch ne gute Möglichkeit. Dann einfach abhaken und man ist auf einer sicheren Seite. Ist alles zum Angeln vorbrereitet, werden Schuhe und wettergerechte Sachen hingelegt, sowie die nötigen Papiere, Schlüssel u.s.w.. Jetzt stellt euch mal vor, dass alles muss noch vor der Abfahrt erledigt werden. Nicht selten kommt vor der Abfahrt der Toilettengang dazwischen, Probleme beim Auto packen oder Ähnliches. Ich glaube die größte Vorbereitung benötigt das Forellenangeln. Da gehen bei uns Stunden drauf.

Also, typisch deutsch, Vorbereitung ist das A und O.

3 Dinge, welche man unbedingt am Mann / Frau haben sollte.

 Sind diese nicht mit am Wasser, ist der Angeltag bei nicht passenden Gegebenheiten gelaufen 

1. Der Regenanzug

Hast du diesen nicht mit und es kommt ein Schauer und sei er noch so kurz, ist der Angeltag gelaufen. Durch bis auf die Haut, ist kein Angeln ein Vergnügen. Kommt die kältere Jahreszeit, dient dieser sogar zur Isolation. Die meisten Anzüge atmen nicht. Unter diesen staut sich die Wärme. Hat man einen nassen Kopf, ist das etwas sehr Unangenehmes. Aus meinen Erfahrungen ist teuer nicht gleich gut. Ein Anzug für zwanzig Euro aus dem Baumarkt reicht vollkommen aus. Zusammengerollt im Gepäck nimmt er wenig Platz weg. Von enormen Vorteil ist es, wenn die Regenhose seitlich einen Reißverschluss hat. Diesen unterhalb geöffnet, lässt unsere Füße mit angelassenen Schuh schneller hindurch schlüpfen.

2. Toilettenpapier

Ein wohl notwendiges Übel, welches auf keinen Fall fehlen darf. Sonst sprechen wir mal nicht mehr darüber.

 3. Funktionsunterwäsche

 Ist zu 90 % immer mit dabei, in der kalten Jahreszeit, sowie auch im Sommer. Nehmen wir mal an, ich habe einen Sonnenplatz. Die Tagestemperaturen sind um die 26 Grad angesagt. Der Abend, die Nacht kommt und die Temperaturen sinken. Schnell sind die mal im unteren zweistelligen Bereich. Dann wirds am Wasser schnell kühl. Das ist nicht der heimische Garten oder Balkon, wo sich die Wärme staut. Ne, ne, das ist Natur pur. Das habe ich alles schon gehabt. Mir ist schön warm und mein Angelnachbar spielt mit den Zähnen Klavier.

Die Sonne geht auf. Der Nebel verzieht sich am Wasser. Auf dem Grundstück gegenüber erwachen die Leute. In kurzer Hose, mit freien Oberkörper sonnen sie sich. Ich, im schattigen Plätzchen, der Unterboden feucht, weht mir der kalte Ostwind genau ins Gesicht. Die Jacke reicht nicht aus, um mich zu wärmen. Ich bin froh, dass meine Thermowäsche mit am Start ist. Man mag es nicht glauben, auch im Sommer kann es arschkalt sein.

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SO EINFACH WIE MÖGLICH UND SO SCHWER WIE NÖTIG !

WER SUCHE DER FINDE !

Uns Anglern wird es in der heutigen Zeit nicht einfach gemacht. Und wer regelmäßig die Medien verfolgt, kann sich auszählen was noch kommt .Da gibt es genug Diskussionsstoff um sich anhaltend aufzuregen. Zunehmen werden uns die Anfahrten zu unseren Gewässern verweigert oder die zu erreichende Angelstelle wird aufgrund von überdemensionaler Ausrüstung ein entfernter Wunsch bleiben. Nun heißt es sich Gedanken zu machen und auf keinen Fall bequem werden. Mit verlauf mehrerer Jahre sind wir immer schlauer geworden und haben Erfahrungen gesammelt. Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte sich die Zeit nehmen und das Wasser beobachten. Sind von Erhöhungen Fische zu erkennen? Ist ein Raubverhalten wahrzunehmen? Man nehme sich alte Brötchen mit, werfe diese ins Wasser und beobachte. Fische suchen und los gehts!

Mit Verlauf habe ich mir eine kleine Ausrüstung zusammengestellt, mit welcher ich jederzeit flexibel bin. Und diese fängt nicht immer aber oft, wo andere Methoden versagen. Gerade im Frühjahr, wenn Fische richtig Knast haben, erlebt man Sternstunden.

Eine einfache Posenmontage, eine Grundmontage ohne Blei oder kleinsten Bleischrot, Schwimmbrot führen zum Erfolg. Modernste Feedermethoden, ausgetüftelste Grundmontagen, Stipptaktiken der Extraklasse lassen uns diese einfachen Methoden vergessen.

Großdöbel, kampfstarke Brassen, Rapfen, Barben, selbst Wels, alles hing schon am Haken. Gerade wenn es in Richtung Strömung geht, das Kraut hochkommt wird die Sache interessant. Deswegen nicht so zaghaft angeln.

 

WER SICH BEWEGT, FÄNGT !

Als erstes benötigt ihr Motivation zur Bewegung. Ohne diese geht nichts. Ein gut gängiges Fahrrad oder ein gutes Laufgefüge sind notwendig. Viele halten uns für verrückt, große Strecken zu Fuß zurückzulegen. Gerade beim Spinnangeln kommen schnell mal 10 km und mehr zusammen. Beobachtet am Wasser genau eure Umwelt. Oft führen natürliche Futterquellen, wie Futterplätze von Enten u.ä. zum Erfolg. Wählt nun ein  der obengenannten Methoden und versucht euer Glück. Bleibt der Erfolg aus bewegt euch zum Nächsten Spot. Füttern ist meistens nicht notwendig. Damit holt iht euch nur den Kleinkram ran. Gute Köder für das " Wanderangeln " sind eine Flocke, Frühstücksfleisch, Brötchenrinde, Leber. Nicht selten kommt es vor, dass der Köder auf Sicht genommen wird. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Wer bei dieser Angelei Blut geleckt hat, wird viel Freude daran haben. Wenn die Flocke im großen Döbelmaul verschwinden. Wenn das Schwimmbrot vom Rapfen eingesaug wird. Wenn sich die Brasse in der Strömung querstellt. Wenn die Barbe die Schnur im Wind zum Pfeifen bringt.

Zwecks Transport bevorzuge ich eine Teleskoprute. Nach wirklich langem Suchen wurde ich fündig. Die perfekte Rute für diese Angelei ist die " Mitchel Avocet Trout Travel ", bis 25 g. Eine kleinste Rute auf 3,60m ausziehbar. Eine kleine Box reicht vollkommen aus, um alle notwendigen Kleinteile zu verstauen. Box, Köder, u.s.w. wie auf dem linken Bild passen problemlos in jeden Rucksack. Einen Kescher könnt ihr euch an die Fahrradstange mit Kabelbindern befestigen.

Viel Erfolg

Angeln mit der losen Leine

Angeln mit der losen Leine, kennt ihr bestimmt noch aus damalige Zeiten. Wir praktizieren dies immer noch regelmäßig. Angeln mit der losen Leine bedeutet , nur den Haken an die Schnur. Diesen beködern und ab in das Wasser. Wenn nichts beißt, kann das den Fisch bringen. Thomas und ich angelten mit unterschiedlichen Methoden. Thomas mit der losen Leine und ich mit treibender Posenmontage. Thomas hat einige schöne Exemplare gefangen. Ich hatte eine Nullrunde. Ich befand mich Anfang Juni an der Saale. Ich angelte mit der Pose, der Köder auf Grund liegend. Ich habe nichts gefangen. Ich entfernte die Pose und die Fische kamen. Logischerweise kann diese Methode nur in Ufernähe durchgeführt werden, weil man mit einem großen Teil der Köder keine weiten Würfe erzielen kann. Sind die Fische in Beißlaune, am besten nur mit einer Rute angeln und diese in der Hand halten. Die Schnur etwas im Bogen abhängen lassen. Beim Straffen der Schnur sofort anschlagen. Je nach Beißlaune angele ich auch mit zwei Ruten . Verlasst die Ruten nie ohne den Bügel zu öffnen, oder lasst diesen offen. Schnell hat die Rute Wandertag. Es ist einfach eine geile, fängige, spannende Methode. Warum ist diese Methode so fängig. Erstmal, logisch, der Fisch hat keinen Wiederstand. Gerade mit der Flocke, welche in leichter Strömung zu Schweben scheint, gibt dies einen besonderen Reiz. Wer möchte kann auch ein kleines Gramm Blei vorschalten. Dieses hat den Vorteil, eine größere Entfernung zu erreichen. Bei größerer Flocke oder Rinde hilft dieses beim Sinkvorgang. Äußerste Vorsicht ist geboten, bei der Anwesenheit von Enten und Schwänen ! Ich kann nur jedem empfehlen diese Methode mal auszubrobieren.

IM FLACHEN KANNS KRACHEN

Schon seit Jahren angele ich gezielt in Flachwasserzonen. Hierbei spreche ich nicht von einer Tiefe von 1 m, sondern von 0,30-0,60m Tiefe. Sicher haben die meisten Angler das Frühjahr im Kopf, um im Flachwasser zu angeln.  Auch im Hochsommer kann man hier klasse Erfolge erzielen.  Ich angele gerne mit einer Matchrute und genieße den Drill über die weiche Rute. Oft sammelt sich der Fisch im Gehölz, unter überhängenden Büschen und Bäumen. Das Angeln mit der Matchrute ist hier nahezu unmöglich. Ich fing an Möglichkeiten zu suchen um diese Stellen zu beangeln. Sofort begab ich mich in den Angelladen. Zwei Ruten waren schnell ausgemacht. Ich entschied mich für zwei Spinnruten von shimano (catana), nicht zu hart, mit ausreichend Rückrat. Hier ist immer mit Aal, Schleie und Karpfen zu rechnen. Geäst ist in unmittelbarer Nähe. Deswegen eine sehr gute Schnur wählen. Nummer Eins für mich ist die Shimano Technium. Einen großflächige Futterteppig auslegen. Hauptsächlich mit Maden und Mais füttern, nur wenig Trockenfutter. Es wird nicht weit draußen geangelt. 1-3 m reichen vollkommen aus. Oft lässt das Auswerfen eh nur einen Pendelwurf zu. Durch die geringe Distanz ist natürlich Ruhe geboten. Kartoffel ist ebenfalls ein gern genommener Köder. Obwohl so flach verwende ich Waggler, immer vorgebleit 2+2g. Das Vorfach ca. 30cm lasse ich komplett auf dem Grund liegen. Durch die geringe Tiefe gibt es beim Drill teilweise richtig Radau. Eine Wartephase bis zum nächsten Biss ist einzplanen. Sind die Fische in Beißlaune kann es Schlag auf schlag gehen. Natürlich habe ich auch Tage erlebt, da ging nahezu gar nichts.

Probieren, probieren, probieren, der Tag kommt, da bekommt man das Dauergrinsen.

Viel Glück

 

Die tote Rute

Was ist die tote Rute ? Die tote Rute ist eine fiktive Interpretation von mir. Diese Rute ist alles andere als tot. Nicht selten ist diese die Fängigste. Eigentlich ist das eine vollkommene Fehlinterpretation von mir. Diese Rute gehört in jedes Futteral ! In unserem Bundesland dürfen wir mit zwei Ruten und einer Kopfrute angeln. Warum die Stipprute nicht mit ins wasser halten ? Gerade in einer Beißflaute ist diese eine willkommene Abwechslung. Ich benutze hierfür ein preisweres Produkt. Eine Stipprute, im Preis von 5-10 Euro, einer Länge von 4m, reicht vollkommen aus. Jetzt fangen bestimmt welche an, mit Kopf dem Kopf zu schütteln. Als Schnur verwende ich eine 22mm-25mm Mono. Vorfach wird nicht verwendet. Ein 8er Haken wird direkt angebunden. Eine ein Gramm Pose wird aufgezugen. Das Blei und der Köder wird auf Grund, in unmittelbarer Nähe eines Schilfgürtels gelegt. Ist kein Schilfgürtel vorhanden , reicht es, den Köder ca. 50 cm vom Ufer zu platzieren. Es ist wirklich erstaunlich wieviel Fisch am Rand entlang zieht. Aal, Schleie, Karausche sind prädistiniert für diese Angelei. Ich hatte an einem Vormittag ca. 10 Karpfen um die 30, Rapfen, Döbel und vieles mehr. Ich hatte mehr Fisch, als mit meinen beiden Ruten, welche ich in 10 m Entfernung ausgelegt habe. Habt diese Rute immer in greifbarer Nähe. Schon mehrfach hatte ich nasse Füße, beim Zugreifen an das Griffstück. Wenn was kräftiges an der Angel hängt, gibts natürlich ordentlich Krach. Drill gibt es nicht, nur halten. Probiert es mal aus. Es wird sich lohnen.

 

 GESCHMEIDIGE KRAFT / SHIMANO TECHNIUM, TUBRTINI COSMOS

Ich war neulich am Wasser und hatte mit einer 22 Mono einen . Die Schnur war nicht mit den herkömmlichen, einfachen Methoden vom Grund zu trennen. Ich musste einen Stock suchen. Diesen mit der Schnur umwickeln und mit langsamen Zug den Hänger lösen. Ich benötigte eine anständige Zugkraft, welche mich erstaunen ließ. Schlechte Schnüre gibt es nicht mehr. Jedoch gibt es in der Qualität erhebliche Unterschiede. Ich selbst dachte, ich habe Topschnüre aber die Eine ist die Beste. Diese Schnur ist nicht nur super, sie ist herausragend. Schon nach dem Zweiten Wurf sinkt die Schnur unter Wasser. Das lästige Zupfen, dass die Schnur unter geht bleibt aus. Die Schnur ist geschmeidig, weich, super zum Binden. Der Preis ist absolut gerechtfertigt. Ein zweites Produkt kam im Laufe der Zeit hinzu, die Turbertini Cosmos. Welche Eigenschaften zeichnen diese Schnur aus ? Für mich herausragend, das Weiche und Geschmeidige. Sie läuft sauber von der Spule ab. Ein Verdrallen, ist nahezu unmöglich. Die Tragkraft ist eine Eins plus. Da steckt richtig Power dahinter. Ich habe an dieser Schnur nichts zu beanstanden.

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© Stefan Strauch