Kutterangeln Kohlberg März 2017

 

Noch nie zum Kutterangeln gewesen, ließ ich mich überreden. Wir waren ne richtig gute Gruppe, ohne Streit und mit gegenseitiger Unterstützung. Ich denke das ist wichtig, weil wir fast durchgehend zusammen auf engsten Raum waren, ob auf Stube, auf Boot, im Auto, im Hotel. Auf der Hinfahrt hielten wir bei Moritz und einem Polenmarkt. Für polnische Verhältnisse hatten wir ein gutes Hotel. Big Mama bewirtete uns mit deftigen Essen, nichts für Veganer oder Vegetarier. In der Nacht 3:00 war Aufstehen angesagt. Nach dem Frühstück gings auf Deck. Mit Verlassen vom Hafen nahm der Wellengang zu. Nach zweistündiger Fahrt waren die Fanggründe erreicht. Zunehmend fingen einzelne Personen an, rückwärts zu essen und fütterten die Fische.  Mit Verlauf waren 50% der Mannschaft von akuter Seekrankheit betroffen. Nicht selten war ein Vierfüßlergang zu erkennen. Ein Angeln war nicht mehr möglich. Da beim Pilken die Wasseroberfläche mit dem Mund berührt werden konnte. 9:00 wurde die Fahrt abgebrochen. Um diese Entäuschung zu entschädigen wurde uns angeboten kommenede Nacht 2:00 abzufahren. 1:00 war die Nacht zu Ende und es ging erneut los. Während in unserer Heimat frühlingshafte Temperaturn herschten, zeigten wir uns an Bord gegenseitig die gefrorenen Eisklumpen und fuhren bei kalten Temperaturen los. Nach dreistündiger Fahrt kamen wir am Fangplatz an. Belohnt wurden wir mit einem traumhaften Sonnenaufgang und anschließenden Kaiserwetter. Das Horn ertönte und es wurde geplilkt. Ausgerüstet mit Mengen an Pilkern, Beifängern, Gummifischen, Vorfächern wurde mir schnell bewusst, das viele Käufe arschlos waren. Unser Bestfänger nutzte ein System von ALDI.  

Bezüglich unserer Fänge, behaupte ich, unser Kutter hat nicht schlecht gefangen. Nachdenklich hat mich gestimmt, dass die Größe der Fische nicht meinen Erwartungen entsprach. Ein fünfziger Dorsch war schon eine Seltenheit. Die Population scheint schon ziemlich eingeschränkt. Ich will deutlich darauf hinweisen, dass diese Einschränkung aus meiner Sicht nicht uns Sportanglern vorzuwerfen ist. Leider wird dies, uns von der Politik vorgeworfen. Hauptschuld hat natürlich die Großfischerei. Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft wird dies bestätigen. Unsere Ökos haben Fakt, eine deutliche verschobene Wahrnehmung. Mit Ende vom Angeln fuhren wir bei herlichsten Sonnenschein in den Hafen. Ab in den Bus und es ging nach Hause. Organisator Holger, teilte uns noch den bestellten Räucherfisch zu, zu absoluten Toppreisen. Zu Hause im Bett war bei mir im Kopf noch ein deutliches Schaukeln wahrzunehmen. Im Gesamten war es ein gelungenes Wochenende mit positiven Stressfaktor.


 

           Kutterangeln Kohlberg  März 2018

Es war mal wieder soweit. Eine Woche zeitiger als im letzten Jahr ging es erneut mit Angelreisen Köthen zum Kutterangeln nach Kohlberg. Eine Woche vor Abfahrt war an der Küste Sturm. Die Straßen waren von Glätte und Schnee geprägt. Bedenken und Unsicherheit machte sich breit. Im Hinterkopf immer noch die Schlechtwettererfahrung vom letzten Jahr. Doch der Wettergott war uns mehr als gnädig. Immer wieder das Wetter vorher im Netz erfragt, ließ es das Angelherz höher schlagen. Im Hotel angekommen wurde sich gestärkt. Um drei Uhr war die kurze Nacht zu Ende. Mit Auslaufen aus dem Hafen war der Seegang ruhig, zeitweise nahezu ein Spiegel. Vereinzelt wurden einige Dorsche gelandet. Bei mir war bis kurz vor Mittag kein Fisch zu vermerken. Ich wurde langsam sauer und zweifelte am gesamten Geschehen. ich fing an zu schimpfen. Rief laut: " Verkaufe Angel ! " Zack, da war ein 48er Dorsch am Haken. Kurz daraf hing der Nächste, welchen ich jedoch durch eigene Blödheit verlor. Und der war nicht schlecht. Ansprechen brauchte mich für kurze Zeit erstmal keiner. Dann kam der nächste Tuck. Ein für die Ostsee gutes Exemplar kam an die Oberfläche. Der Fisch musste gegafft werden. Keine Erfahrung meines Angelfreundes diesbezüglich, wurde der Vorgang erfolgreich durchgeführt. Ich freute mich sichtlich. Nach und nach kamen noch einige Dorsche hinzu. Ja, ich spreche von einem guten Erfolg. Am Folgtag wurden wir mit einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt. Trotz eisiger Kälte verbliebeb wir außerhalb der Kajüte. Alle schauten nach den Aufgang und ein Schweigen machte sich breit. Ein sagenhaftes Naturschauspiel, welches alle sichtbar beeindruckte. Gerade solche Momente spiegeln unser Hobby wieder. Sonne stieg auf und die Handys und Fotoapperate schossen ein Bild nach dem anderen. Erneut fing alles wieder sehr schleppend an. Mit Verlauf kamen doch wieder einige Fische zusammen. Alles zusammen, war es doch eine anständige Fangquote. Die Sonne schien uns ins Gesicht. Ein leichter Sonnenbrand war zu vermerken. Thermojacke wurde ausgezogen. Aber wehe der Schatten kehrte uns zu, oder der Kutter nahm Fahrt auf, Eiseskälte. Total übermüdet gings mit positiven Eindruck nach Haus

    Schönen Dank an Fahrer und Veranstalter Holger.

Juni 2016

           Kutterangeln Kolberg März 2019

 

Und wieder saßen wir im Bus ,Richtung Kolberg. Am Abend angekommen, deftige polnische Hausmanskost eingenommen, ein, zwei Bierchen und ab ging es ins Bett. Wohlwissend, dass ein Briese auf See weht, grenzten wir uns mit dem Alkoholkonsum ein. Aus Erfahrung wussten wir, Wellengang und Restalkohol verträgt sich nicht. Um Drei war die Nacht zu Ende. Drauf aufs Boot , drei Stunden Fahrt bis zu den Fanggründen lagen vor uns. Je weiter auf dem Meer, desto mehr nahm der Wellengan zu. Neben mir fing ein Angelfreund an rückwärts zu essen. Eigentlich war mir klar, was uns erwartet. Keine Riesen von Dorschen und die Fische werden nicht an den Haken springen.  Thomas und ich hatten am Ende des Tages ca. 25 Dorsche. Davon waren 15 brauchbare zu vermerken. Ich begab mich auf die andere Seite vom Kutter, um den Fang zu begutachten. Siehe da, es waren einige gute Fiche zu vermerken. Der Größte war glatte 70cm und wog 4,5 Kg. Am frühen Abend waren wir wieder im Hafen. Abendbot ein Bierchen und die Bettschwere trat ein. Erneut ging es zeitig auf See. Der Wellengang legte noch eimal eine Schippe drauf. Es war ein Schaukeltag, rauf und runter. Die Gleichgewichtssinn wurde voll beansprucht. Auf und Abwärtsbewgungen, um den Pilker in Bewegung zu halten waren nicht notwendig. Das Schwanken des Bootes erledigten dies. Die Fangquote war ähnlich wie am Vortag. Mit ca. dreißig Fischen ging es auf die Heimfahrt. Im Ganzen war es ein positiv, stressiges Wochenende. Im wieder ist es schön Angelfreunde vom letzten Jahr zu treffen. Streit gab es nicht, alles verlief kameradschaftlich. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ne ganze Menge Angellatein im Umlauf war. Mehrere Dorsche konnten laut Erzählung nicht vom Grund gelöst weren. Pilker wurden verschluckt. Kapitale konnten gesichtet werden, lösten sich jedoch kurz vor der Oberfläche. Ob das alles Stimmt ?

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© Stefan Strauch