Der perfekte Kunstköder, der immer fängt.

Der perfekte Köder, gibt es diesen ? Im Laufe vieler Jahre haben sich bei mir Mengen verschiedenster Köder angesammelt. Warum habe ich dies getätigt? Ein Großteil der zugelegten Köder waren oder sind für mich die besten Kunstköder. Ein kleinere Teil wurde aus Interesse oder Neugier gekauft. Gerade bei diesen kleineren Teil ist ne Menge Schrott dabei.  Viele kennen den Tag, an dem die Raubfische richtig gut tucken. Verdrängt werden erstmal Wetter, Größe, Farbe, Lichtverhältnisse und andere Umstände. Der heilige Köder hängt am Vorfach und diesem ist es zu verdanken ! Ab in den Shop und es wird zugeschlagen. Nicht Einer, nicht Zwei, nein Zehn werden gekauft. Ist der Köder nicht im Verkauf, bricht eine kleine Welt zusammen. Alle Hebel werden in Bewegung gesetzt, um diesen Köder schnellstmöglichst zu erhalten. Der Köder wird mit Verlauf der Köder der Köder bleiben. Immer wieder wird er den Fisch an den Haken bringen. Logisch, man weicht von seinen positiven, erlernten Gedanken nicht ab. Der perfekte Köder ist ein reine psychische Auslegung. Einen Monat oder ein Jahr später kann sich das ganz schnell ändern. Ein neuer Kunstköder nimmt die Macht vom Letzten ein. Und das Spiel beginnt von vorne. Das Resultat ist, die Sammlung vergrößert sich. Mal noch ne ganz wichtige Erfahrung. Nicht jedes Gewässer tickt gleich. Ein Bait, welcher im momentan geangelten Gewässer läuft, kann im Nachbargewässer vollkommen versagen.

Und welche Farbe bitte ?

Na das ist erst eine Streitfrage. Ich selbst benutze bestimmte Farben bei bestimmten Lichtverhältnissen und Wassertrübungen. Viele Angler behaupten, wenn der Fisch beißt, dann beißt er auf alles ! Für mich  nachvollziehbar und ich kann dies in gewisser Weise bestätigen. Dann kommt das Moderne hinzu. Integrierte Rasseln, das Auftropfen von Lockmitteln, Anbringen von Spinnerblätchen und vieles mehr. Und da sind wir wieder bei der Psyche vom Menschen. Wenns mal was gebracht hat, werden wir darauf schwören. Ein bekannter deutscher Angler, vermittelte bei einem Vortrag Farben und Geräuschkulisse von Ködern. Es war nachvollziehbar erklärt und für mich logisch. Farben, Formen, Lichtverhältnisse wurden fundiert niedergelegt. Manch einer sagte: "Alles Müll, was der da vorne erzählt." Mit Ende der Schonzeit oder Beginn der Raubfischzeit erleben wir Tage, wo es so richtig schäppert. Edliche Nachläufer, Anfasser sind an diesen Tagen noch zu vermerken. Und am nächsten Tag bin ich wieder da. Die Fische beißen noch, aber eingeschränkter. Und so wird es immer weniger, bis man sich jeden Fisch erkämpfen muss oder gar nichts mehr beißt.  Die Wetterverhältnisse waren nahezu identisch. Also woran liegt es ? Trägt der Köder eine Mitschuld. Gerade in kleineren Gewässern lernt der Fisch sehr schnell dazu. Also auch mal vom Gummifisch zum Heinzer wechseln. Und immer daran denken, ihr seit nicht die Einzigen, welche am Wasser herumschleichen.

Meine Top Kunstköder

 

Der Slider

Einer der ersten Hardbaits, welche ich beangelt habe. Bis zum heutigen Tag, bleibt er einer meiner Favorieten. Was wenige wissen, dieser Köder der Marke SALMO, kommt aus Polen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ködern, erfahrt ihr werbetechnisch wenig von ihm. Äußerlich ist er nicht das optische Wunder, aber dies steht seiner Fängigkeit nicht im Weg. Ihr erhaltet ihn in vier Größen, in einer schwimmenden und langsam sinkenden Ausführung. Der Preis befindet sich im mittleren Segment. Der Köder hat mehrere Vorteile. Die Wurfeigenschaften sind herausragend. Er ist bestens geeignet für flache Gewässer. Er läuft selbstständig beim Einholen im Zickzack, ohne die Rute in ihrer Aktion zu beanspruchen. Natürlich könnt ihr diesen auch twitschen. Aus meiner Sicht ist dies aber nicht notwendig.  Ein leicht zu führender Köder, gerade für Anfänger geeignet. Die angebrachten Drillinge sind von guter Qualität. Es gibt ihn in einer schwimmenden und leicht sinkenden Variante. Dieser Köder ist schon lange auf dem Markt und wurde nie abgeändert. Verwandte Kopien halten bei weitem nicht so lange Stand. Daumen hoch für diesen Köder. Ab ins Geschäfft und kaufen. Einen Nachteil hat dieser Köder. Hängt am Haken das kleinste Stück Blatt oder Kraut, verliert er seine Laufeigenschaften.

 

Gunki Clipper und weiter Softbaits dieser Marke

Seit einigen Jahren, nimmt die Marke Gunki zunehmend einen größeren Stellenwert im Bereich Spinnangeln ein. 2017 fing ich an den Clipper von Gunki zu beangeln und konnte damit sehr gute Erfolge erzielen. Mit Verlauf kamen eine Vielzahl neuer Köder auf den Markt. Markant für diese Köder ist der typische Anisgeruch. Die neusten Modelle, welche farblich sehr aufwendig gestaltet sind, stinken intensiv nach Chemie. Ordentlich auslüften ist hier angesagt, anschließend mit einem Duftstoff versehen. Der Gummi ist nicht zu weich, jedoch flexibel, aus meiner Sicht optimal. Die Farbgebungen, weicht deutlich von anderen Marken ab. Hält man bestimmte Modelle gegen das Licht, erscheinen diese in einer komlett anderen Farbgebung.

 

 

Komodo Shad von Spro

Leider ist dieser Köder nur in max. 11 cm Länge erhältlich. Er ist für mich die Nummer Eins beim Angeln in krautreicher Gegend. Das Gummi ist ausgesprochen weich und flexiebel. Ich beangle diesen mit einem 5er Offsethaken. Wählt den Haken nicht so dickdrähtig. Im Gegensatz zu anderen Swimmbaits flutscht der Haken regelrecht durch das Gummi.  Den Haken könnt ihr wunderbar im vorgesehenen Schlitz verstecken. Ein leichtes Blei am vorderen Teil vom Haken befestigt, lässt er sich hervorragend führen. Durch das leichte Durchschießen vom Offsethaken beim Biss, habt ihr eine geringere Fehlquote als bei anderen Swimmbaits. Das ist jedenfalls meine Wahrnehmung.

 

 

Der Blinker

Der Blinker sollte in keiner Box fehlen. Eine klassische Form, eine Schmalere, eine leichter version ist immer mit am Start. Von enormen Vorteil sind die positiven Flugeigenschaften vom Köder. Große Wurfweiten können mit geringen Energieaufwand erreicht werden. Wenn mal nichts geht, oder gerade wenn was geht. ist dieser Köder auf jedenfall die richtige Wahl. Vorteil, die Köder sind preiswert. Nachteil ist, dass Spengringe und Haken von geringfügiger Qualität sind. Wer Bock hat, um das Rosten zu vermeiden, kann diese Teile durch Hochwerigere auswechseln. Nach dem Angeln sofort zum Trocknen aufhängen. Ich bevorzuge klassische Farben, wie Gold, Silber, Kupfer. Das gilt übrigens für alle Kunstköder.

 

Der Spinner

Wenn ich Spinnangler am Wasser beobachte, ist der Spinner einer der beliebtesten Köder. Wo ich etwas nachdenklich werde, ist die genutzte Größe. Kleine Exemplare werden hauptsächlich verwendet.  Für Barsch vollkommen o.k.. Ich will nicht bestreiten, dass diese nicht fängig sind. Auf Hecht nehme  ich richtige Rabauken als Spinner. Gerne mit einem roten Streamer am Haken. Diese Spinner bringen die Rute richtig zum Zittern. Nehmt für diese Angelei keine Spielzeugrolle, auf keinen Fall eine Leichtbaurolle. Es kann ruhig ein 5000er Modell sein. Das Stahlvorfach sollte an beiden Enden mit Wirbeln ausgestattet sein.  Nachteil, die Schnur kann einen kräftigen Drall erhalten. Für diese Art der Angelei müsst ihr keine Braid Schnur benutzen. Beißt es auf den Spinner, hängt so gut wie jeder Fisch. Auch hier sind die Haken, nicht immer von bester Qualität. Ich wechsele diese immer aus.

 

 River Shad-Jenzi

Ein Köder , welcher in seiner Form und Farbe von verschiedenen Herstellern, ähnlich auf den Markt gebracht wird. Gerade in der gezeigten Farbe ist dieser für mich ein Top Köder. Ein Köder, welchen es in verschiedensten Größen gibt. Die Version von Jenzi ist im Verhältnis Preis Leistung unschlagbar. Seine Laufeigenschaft ist sauber und gleichmäßig. Schaufelschwanz ist von mittlerer Größe. Somit ist er nicht der Raudi. Nachteil, bei der gezeigten Farbkombi ist der Schwanz verschweißt, geklebt. Nicht selten fehlt er nach einem Biss.

 

 Shaker von Lunker City

Ein Köder der, welcher durch Kraft und Druck überzeugt. Markant ist sein kraftvoller schaufelschwanz. Als großer Shad, ist dieser bei mir am längsten in Benutzung. Sein Lauf ist nicht der Harmonischste. Meiner Meinung nach, ist das dem Hecht eh egal. Die Köder liegen preislich im Mittelklassesortiment. Am besten ihr kauft gleich eine ganze Packung. Damit kommt ihr preislich gut weg. Der Gummi ist nicht der Zarteste und hält einigen Attacken stand. Ich werde diesen Köder nicht von meiner Liste streichen. Er gehört definitiv mit in das Gepäck.

 

Der Pro Shad von FOX

Gerade die neueren Versionen sind optisch eine Augenweide. Ob das den Fisch interessiert ? Ich bezweifele es. In der Form ist er schmal gebaut. Selbst mit leichten JIgkopf, zeigt er ein sauberes Laufverhalten. Ich beangele diesen köder an hängefreien stellen. Geht dieser verloren, schmerzt es schon. Mit Stahlvorfach und Haken, kann da schon mal ein 10er auf dem Grund versinken. Sollte er euch erhalten bleiben, ist er der langlebigste Köder. Das Gummi ist flexibel, jedoch sehr robust. Da wird nichts abgebissen, da wird nichts zerissen, da reißt kein Haken aus. In dieser beschriebenen Qualität ist  herausragend.

Svartzonker von ABU / BBZ von Spro

Den Svartzonker gibt es in verschiedenen Varianten. Er ist super geeignet für flache Gewässer. Den Spro gibt es in langsam bzw. schnell sinkend. Wie diese zu führen sind, da müsst ihr euren eigenen Weg finden. Wenn man einen helleren Jerk hat, kann man den Lauf auch auf weitere Distanzen gut erkennen. Eine Poolbrille hilft euch hierbei erheblich. Ihr könnt diese einige Zentimeter unter der Oberfläche führen und eure Erfahrungen machen. Gerade den BBZ, kann man verführerisch presentieren. Beide Produkte sind im Gesamten von sehr guter Qualität. Zwei fängige Köder, welche immer mit am Start sein müssen.

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© Stefan Strauch